Altsteinzeitforschung in Oberösterreich
Je länger eine archäologisch bekannte Epoche zurückliegt, desto weniger erhält sich für die Forschung. Bis auf wenige Ausnahmen stammen die meisten Objekte des Paläolithikums (Altsteinzeit) in Oberösterreich aus seiner jüngsten Phase, dem Jungpaläolithikum (= jüngere Altsteinzeit, ca. 40.000–10.000 v. Chr.). Die Ramesch-Knochenhöhle im Toten Gebirge gilt als einer der bedeutendsten Fundorte, wenn es um die Erforschung des alpinen Klimas und der Fauna in dieser Epoche geht. Weitere für diese Fragestellungen wichtige Fundorte des Paläolithikums sind das Nixloch bei Losenstein im Ennstal, die Gamssulzenhöhle bei Windischgarsten und die mittlerweile zerstörte Fundstelle „Heinrichsbruch“ bei Mauthausen. Eine der wenigen Fundstellen Oberösterreichs, die archäologisches, also vom Menschen stammendes Material zutage brachte, ist die Berglitzl bei Gusen (Bez. Perg).
Autorin: Jutta Leskovar


