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Bäderkultur

Wusstest du, dass die wohlhabenden Römer es liebten zu baden? So wie auch wir heute gerne in eine Therme fahren, so genossen auch die Römer die entspannende Wirkung eines Bades. In fast allen Städten und Lagern der römischen Provinz gab es große, öffentliche Badeanlagen. Sogar manche Bauerhöfe besaßen eigene, kleinere Bäder. Diese Badeanstalten dienten nicht nur allein der Körperpflege. In den Bädern wurden mit Geschäftspartnern Geschäfte abgeschlossen, und man traf dort Freunde und machte Politik.

 

Ein ausgedehnter Besuch einer Badeanstalt dauerte mehrere Stunden: Jedes Bad besaß neben Umkleideräumen auch ein Kaltwasserbad, ein Warmwasserbad, eine Schwimmhalle und verschiedene Sportanlagen für Gymnastik und Ballspiele. Das Schwitzbad eignete sich besonders gut zur Ausheilung von Krankheiten und Erkältungen. Eine Fußbodenheizung (Hypocaustum) hielt den gesamten Badebereich angenehm warm.

 

Weißt du wie die Fußbodenheizung der Römer funktionierte?

Die Bäder oder Böden, die beheizt waren, wurden auf Säulen errichtet, sodass sich unter dem Boden ein Luftraum befand. Entzündete man dort ein Feuer, so zirkulierte die Luft und hielt den Boden warm.