Ungarnhilfe der Caritas Oberösterreich

© Nordico. Museum der Stadt Linz
Die Koordination der Ungarnhilfe der Caritas erfolgte vielfach in der Linzer Caritasstelle, da der Direktor Hermann Pfeiffer zugleich Präsident der Caritas Österreich war. Seelsorger für die Ungarn (Flüchtlinge) in der Diözese Linz war Pfarrer Stephan Macsady.
Die Hilfsprojekte für die Ungarnflüchtlinge waren vielfältig. Zunächst ging es um deren „Erstversorgung“, auch die Beschaffung von Ersatzdokumenten (Personenstandsurkunden) war für viele ein Problem.
Mit Hilfe der Caritas Internationalis, der amerikanischen Caritas (NCWC), der Vereinten Nationen (Hochkommissariat für Flüchtlinge - UNHCR) und anderer Einrichtungen konnten einerseits viele Flüchtlinge (auf deren Wunsch hin) in andere Zielländer (Deutschland, Belgien, USA, Kanada…) transferiert werden, andererseits auch mit Geld- und Naturalspenden der österreichischen Bevölkerung erste Notquartiere, Baracken und schließlich neue Siedlungen für Flüchtlinge aus Ungarn errichtet werden.
Über die religiöse Betreuung der ungarischen Flüchtlinge in der Diözese Linz hinaus wurden für „Flüchtlingswaisen“ Lehrplätze vermittelt und Heimplätze geschaffen.
Fotos (alle Diözesanarchiv Linz):
- Ungarnseelsorger Stephan Macsady übergibt erste Sachspenden an ungarische Familie
- Naturalspendensammlung der Caritas Österreich für Ungarnhilfe
- Lastwagen mit Hilfsgütern für ungarische Flüchtlinge
- Der so genannte „Kapellenwagen“ war an vielen Orten für die ersten Gottesdienste mit den ungarischen Flüchtlingen im Einsatz







