Das Christentum
Das Christentum ist die mit cirka 2 Milliarden Anhängern die größte Religion der Welt. An zweiter Stelle folgt mit cirka 1,2 Milliarden Anhängern der Islam.
Der Beginn des Christentums geht auf die Zeit der Römischen Herrschaft in Palästina (Israel) zurück. Dort wurde Jesus geboren, der später zu den Menschen predigte und viele Anhänger hatte. Er wird als Sohn Gottes verehrt, der die Menschheit durch seinen Tod am Kreuz erlöste. Unsere Zeitrechnung wurde mit dem Jahr von Christi Geburt begonnen. Die christliche Glaubenslehre kam vermutlich durch Soldaten aus den östlichen Regionen des römischen Reiches im 2. Jahrhundert nach Christus in die Provinz Noricum.
Die neue Religion war anfangs streng verboten und ihre Anhänger, die sich im Geheimen trafen, wurden von den Römern verfolgt. Auch aus Oberösterreich sind aus römischer Zeit Christenverfolgungen bekannt. Ein besonderes Beispiel ist der Martyrertod des Heiligen Florian.
Heiliger Florian
Zur Zeit als das Christentum noch verboten war, und die Christen im Auftrag der römischen Kaisers Diokletian und Maximian aufgespürt und bestraft werden sollten, wurden in Lauriacum (Enns) 40 Christen gefangen genommen und gefoltert. Der pensionierte Beamte Florian hatte von der Gefangenennahme gehört. Da er ebenfalls Christ war, reiste er nach Lauriacum und wollte dort um die Freilassung der eingesperrten Christen bitten. Er wurde jedoch selbst gefangen genommen, und nach einer schrecklichen Folter mit einem Mühlstein um den Hals, in den Enns-Fluss gestürzt, wo er ertrank.
Schon wenige Jahre nach Florians Tod wurde das Verbot des Christentums aufgehoben. Kaiser Theodosius (379-395 n. Chr.) erklärte es sogar zur Staatsreligion. Seit 2004 ist der Heilige Florian neben dem Heiligen Leopold oberösterreichischer Landespatron.





