Das Ende der Römerherrschaft in Österreich
Gegen Ende des 5. Jahrhunderts nach Christus war der Niedergang des Römischen Reiches mit seinen Provinzen besiegelt. Das große Reich war schon 395 n. Chr. in ein oströmisches und ein weströmisches Reich zerfallen. Während das weströmische Reich aber bereits 476 im Zuge der Völkerwanderung unterging, blieb das Oströmische Reich noch bis zum Ende des Mittelalters (1453) bestehen. Der germanische Feldherr Odoaker hatte sich selbst in Rom zum König von Italien erklärt und rief im Jahr 488 alle Soldaten und Beamten aus den Provinzen nach Rom zurück.
Die römischen Soldaten und die römische Bevölkerung verließen Ufernoricum, Binnennoricum und andere Provinzen. Für gebliebene, einheimische Bevölkerung gab es keinen militärischen Schutz und keine Grenzsicherung mehr. Eine politische Verwaltung existierte ebenso nicht mehr.
Als das Gebiet des heutigen Oberösterreich von den Römern verlassen war, siedelten sich im Laufe der folgenden 100 Jahre nach und nach andere Völker wie Goten, Franken oder Langobarden an. Allmählich geriet die römische Lebensweise, die man in der Zeit der 500-jährigen Römerherrschaft gelernt hatte, wieder in Vergessenheit.





