„Dichterfrühling“ im Reichsgau Oberdonau
Im Rahmen der nationalsozialistischen Kulturpolitik versuchten der Reichsgau Oberdonau und die Gauhauptstadt Linz durch Fördermaßnahmen, Dichterwettbewerbe und Preisausschreiben die zeitgenössische Literatur zu stärken. Das höchste Ansehen genoss der „Gaukulturpreis“, den Gauleiter August Eigruber am 12. März 1940 zum zweiten Jahrestag des „Anschlusses“ auslobte und der alle Kunstrichtungen betraf. Bei der ersten Verleihung 1941 wurde der Hauptpreis im Bereich Literatur Richard Billinger zugesprochen. Weitere Auszeichnungen erhielten Franz Tumler, Arthur Fischer-Colbrie, Hermann Heinz Ortner, Hans Reinthaler und Carl Hans Watzinger. Der Hauptgewinn war 1941 mit 5.000 Reichsmark dotiert. Der „Gaukulturpreis“ wurde bis zu seiner Einstellung 1943 jährlich vergeben. Publizistische Unterstützung erhielten die Autoren durch Verlage und neu gegründete Schriftenreihen.



