Die Eisengewinnung
Die Verarbeitung von Eisen war im Raum der heutigen Türkei schon länger bekannt, nach Mitteleuropa gelangte die Eisenverarbeitung um 800 v. Chr.
Die Eisengewinnung verlangte wiederum neues Wissen. Eisen kommt in der Natur nämlich nicht in reiner Form vor, vielmehr ist es im Gestein, dem Eisenerz, eingelagert, aus dem es zuerst herausgelöst werden muss. Dies geschah nach dem Abbau des erzhaltigen Gesteins in eigenen Öfen aus Lehm, die man abwechselnd mit dem Gestein und Holzkohle befüllte. Anschließend wurde ein Feuer entzündet. Bei etwa 1.100ºC trennt sich das Eisen vom Gestein. Das flüssige Eisen sinkt zu Boden. In den Öfen wurden nun Öffnungen angebracht, sodass das heiße Eisen abgelassen werden konnte. Dieses Eisen war aber noch stark verunreinigt. Durch mehrmaliges Erhitzen und Bearbeiten mit Hämmern (Schmieden) wurden die restlichen Verunreinigungen, die man auch Schlacke nennt, aus dem Eisen herausgearbeitet.



