Oberösterreich wird Flüchtlingsland
Nach dem Krieg herrschte in Oberösterreich ein akuter Mangel an Wohnungen. Dafür gibt es zwei Gründe: Einerseits hatten die Bombenangriffe viele Wohnungen in den Städten zerstört, sodass sie nicht mehr bewohnt werden konnten. Und andererseits waren durch den Krieg viele Menschen aus den umkämpften Gebieten in Orte geflohen, wo nicht gekämpft wurde. Andere wiederum wurden gegen Kriegsende aus ihrer Heimat in Ost- und Südosteuropa vertrieben, weil sie deutsch sprachen und als Feinde der Alliierten galten. Häufig mussten diese Menschen ihr gesamtes Hab und Gut zurücklassen oder konnten nur mitnehmen, was sie tragen konnten.
In Oberösterreich trafen schließlich zu Kriegsende hunderttausende Menschen aufeinander. Alle hofften, eine Unterkunft zu finden oder bald wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können. Viele von ihnen aber sahen ihre Heimat nie mehr wieder.



