Warum liegt so vieles unter der Erde?
Die Häuser unserer Vorfahren sind vor Jahrhunderten verfallen, zerstört worden oder abgebrannt. Langsam bildete sich darüber eine neue Erdschicht oder es wurden neue Gebäude oder Straßen darüber errichtet. Ähnlich verhält es sich auch bei den ehemaligen Straßen und anderen Monumenten wie Kirchen, Tempel usw.
Von den Siedlungen bleiben oft nur Pfostenlöcher von Holzbauten sowie Grundmauern, Keller, Fußböden oder Abfallgruben erhalten. Die Archäologinnen und Archäologen versuchen nun, aus diesen Resten die Siedlungen und Städte wieder zum Leben zu erwecken und daraus etwas über unsere Vorfahren aus vergangenen Jahrtausenden zu lernen. Dabei helfen auch die so genannten Kleinfunde wie z. B. Keramik, Schmuck, Hausrat und Arbeitsgeräte. Sie geben uns nähere Auskunft über das Leben der Menschen, die in diesen Städten und Siedlungen gewohnt haben.
Zahlreiche Informationen über den Einzelnen erhält man, wenn man Friedhöfe erforscht. Die Gräber werden freigelegt und genau untersucht. Die dabei ausgegrabenen Knochen werden mithilfe spezieller Untersuchungsmethoden unter die Lupe genommen. So können sie Auskunft über das Alter, das Geschlecht, die Körpergröße, den Gesundheitszustand bzw. die Krankheiten eines Menschen geben. Für diese Untersuchungen gibt es eigene Expertinnen und Experten.
Anhand der Grabbeigaben (Keramik, Schmuck, Lebensmittel) können die Archäologinnen und Archäologen auch Aussagen über den Reichtum einer Person sowie die zur damaligen Zeit verwendeten Materialien (Stein, Holz, Metalle usw.) und die üblichen Speisen treffen.






