Heimatforschung aktuell
VORANKÜNDIGUNG:
Tag der Oberösterreichischen Regional- und Heimatforschung
Samstag, 16. Juni 2012, 9.30 Uhr, Ranshofen
Programm:
Vortragsblock am Vormittag
Mittagessen
Gratis-Führung durch den Teil der Oberösterreichische Landesausstellung im ehemaligen Stift Ranshofen Bayern und Österreich im Barock
Das detaillierte Programm wird in Bälde auf dieser Seite abrufbar sein.
Programm und Einladungen sowie Anmeldekarten werden allen registrieren Heimatforscherinnen und -forschern zudem zeitgerecht zugesandt.
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Ein neues Forschungsprojekt stellt sich vor: Umweltgeschichte Oberösterreichs
Die Oberösterreichischen Landesmuseen planen in einem breit angelegten Projekt die wissenschaftliche Aufarbeitung der Umweltgeschichte Oberösterreichs. Zu diesem Zweck sind wir – in Kooperation mit mehreren Institutionen – bemüht, eine professionelle Betreuung von Interessenten, v. a. Heimatforschern, anzubieten. Als Vorbild dient das siebenjährige Projekt „Schande, Folter, Hinrichtung“.
Die Forschungsthemen sind ausgesprochen vielseitig, reichen sie doch von landschaftlichen Veränderungen (Naturlandschaft: Fluss als Ernährer / Zerstörer / Verkehrsweg, Kulturlandschaft: Landgewinnung, bäuerliche Landschaften und unterschiedliche Bewirtschaftungsformen / Kulturpflanzen, Kanalbau / Begradigung / Wasserstraßennetz / Wasserkraft / Mühlen, Bergbau / Hüttenwesen / Energie, botanische / zoologische Gärten Nachhaltigkeit) über den Bereich Wald, Forst, Jagd (Rodungen, Verhältnis Mensch / Tier) bis zum Klima, der Witterung und dem Wetter und ihren Wechselwirkungen auf Landwirtschaft / Lebensmittelverteuerung / Hungerperioden / Bevölkerungswachstum. Auch Naturkatastrophen (Hochwasser/Sturmfluten, Gewitter / Stürme / Orkane, Erdbeben, Erdrutsche, Vulkanausbrüche etc.), die Wasserver- und Abwasserentsorgung und diverse Umweltfolgen wie Abfälle / Verschmutzung (Wasser / Luft / Lärm / Licht), Berufskrankheiten und das Ökosystem Stadt gehören dazu.
Am Beginn des Projektes 2012 steht die Materialsammlung: die Erfassung und Bestandsaufnahme der mobilen und nicht mobilen umwelthistorischen Objekte in oberösterreichischen Museen, Privatsammlungen sowie in den Märkten und Städten des Landes (z. B. Hochwassermarken, Barometer, Dämme, Kanalsysteme etc.).
In Arbeitsgruppen sollen die Bereiche „Objekt im Museum“, „Feldforschung (ortsfeste Objekte, Flurnamen, Kleindenkmäler, Denkmäler)“, „Archivarbeit“, „Literaturrecherche“ und „sprachliche Auswertung“ abgedeckt werden. Jedes ausfindig gemachte Dokument bzw. Objekt soll in Bild und Text dokumentiert und durch zugehörige Literatur ergänzt werden.
Die Betreuung und Begleitung des Projektes erfolgt durch das Oberösterreichische Landesmuseum und seine Kooperationspartner. Bei regelmäßigen Treffen (etwa fünfmal jährlich an Samstagnachmittagen) werden die jeweiligen Teilergebnisse der Arbeitsgruppen präsentiert und besprochen.
Der erste Tagungstermin fand 28. Jänner 2012, in der Außenstelle Welser Straße 20, 4060 Leonding. Sollten Sie Interesse an einer Mitarbeit haben, würden wir uns freuen Sie in unserer Mitte begrüßen zu dürfen. Als Forscherfamilie sehen wir gerne Neuzugänge.
Kontakt: Mag. Ute Streitt, u.streitt(at)landesmuseum.at; 0732 / 67 42 56 – 102
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Präsentation des Projektes: Digitalisierung des Heider-Hochzeitsindexes
Die Österreichische Gesellschaft für Genealogie und Geschichte, Familia Austria, arbeitet am Projekt, Digitalisierung des Heider-Hochzeitsindexes, vor. Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Oberösterreichischen Landesarchiv seit April 2010 durchgeführt und hat sich zum Ziel gesetzt, alle Hochzeitsbücher des Heiderindex zu digitalisieren und in einer Datenbank der Allgemeinheit zugänglichen zu machen. In dieser Hochzeitsdatenbank befinden sich Daten aus allen Kronländern der Monarchie, doch als die regional umfassendste Sammlung von Hochzeitsdaten hat der Heiderindex in ihr einen besonderen Stellenwert. Die Hochzeitsdatenbank ist nicht ein einfacher Namensindex, sondern kann alle relevanten Informationen einer Hochzeitsmatrik enthalten, die bei einer Suche abgefragt werden können. Deshalb werden auch alle Informationen, die im Hochzeitsindex der Heiderbücher vorkommen, berücksichtigt. Im Aufschlüsseln und richtigen Zuordnen dieser Informationen liegt eine der technischen Herausforderungen dieses Projektes.
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Vorankündigung:
Internationale Kleindenkmaltagung
7. bis 10. Juni 2012, 4201 Gramastetten
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Das Salzburger Bildungswerk bietet im Frühjahr und Sommer 2012 Zeitspuren-Seminare, u. a. zu den Bereichen Archäologie und Baudenkmäler, an.
Näheres dazu entnehmen Sie dem Programmfolder [1,2 MB]
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WEITERBILDUNGSVERANSTALTUNGEN FÜR DIE REGIONAL- UND HEIMATFORSCHUNG BEI DER AKADEMIE FÜR VOLSKULTUR OBERÖSTERREICH
Im Herbst 2012 beginnt wieder ein zweisemestriger Ausbildungslehrgang Heimatforschung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlernen im Rahmen von zehn Modulen das wesentliche Handwerk für Ihre Forschungen und lernen Bibliotheken und Archive kennen. In einem praktischen Teil verfassen Sie schließlich Ihr persönliches Forschungswerk.
Angeboten wird er Lehrgang von der
Akademie der Volkskultur
Promenade 33/203
4020 Linz
Tel.: 0732/773190-2
Fax: 0732/776409
E-Mail: avk(at)ooevbw.org
Hier erhalten Sie auch genaue Informationen zum Lehrgang.
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WEITERBILDUNGSVERANSTATLUNGEN IM OBERÖSTERREICHISCHEN LANDESARCHIV
Siehe bitte in unserem Veranstaltungskalender
Information und Anmeldung:
Oberösterreichisches Landesarchiv
Anzengruberstraße 19
4020 Linz
Tel.: 0732/7720-146 01
Fax: 0732/7720-146 09
E-Mail: landesarchiv(at)ooe.gv.at
Internet: www.landesarchiv-ooe.at
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Neue Ausstellungen
SCHANDE, FOLDER, HINRICHTUNG
Zwischen 2004 und 2011 leiteten die Oberösterreichischen Landesmuseen ein Projekt zur Aufarbeitung der historischen Strafrechtsaltertümer in Oberösterreich. Die gleichnamige Ausstellung, die von 8. Juni bis 2. November 2011 im Schlossmuseum Linz und im Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt präsentiert worden ist, schloss das Projekt. Dieses entstand in Zusammenarbeit mit zahlreichen Heimatforscherinnen und Heimatforschern.
In diesem Zusammenhang möchten wir Sie auch eine neue rechtstopographische Karte hinweisen, die von Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Klein- und Flurdenkmalforschung erarbeitet und von der Gruppe DORIS des Landes Oberösterreich bearbeitet worden ist.
Das Ergebnis ist eine Karte, die erstmals alle bislang bekannten und neu gesammelten Informationen rund um Denkmäler der Rechtsgeschichte beinhaltet. Diese können mit einem entsprechen Schlagwort im Suchfeld abgerufen werden. Ebenso wichtig wie das Aufspüren noch vorhandener Denkmäler ist der Hinweis auf ehemalige Stätten des Rechts. Zu diesem Zweck wurden die in Oberösterreich existierenden Flurnamen gesammelt. Sollten Sie über weitere Informationen verfügen, ersuchen wir Sie um Kontaktaufnahme.
DORIS-Link: http://www.doris.at/fachinfo/kunst_kultur/schandefolter/default.aspx
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DAS 20. JAHRHUNDERT IN OBERÖSTERREICH. KULTURGESCHICHTE UND KUNST
Die Schau ist ab 2. Juli 2011 im Schlossmuseum Linz zu sehen.
In konsequenter Verschränkung von Kunst- und Kulturgeschichte wird ein langfristig konzipierter Gang durch das 20. Jahrhundert in historischer, politischer und vor allem kunst- und kulturgeschichtlicher Hinsicht vorgestellt. Wesentliche historische Ereignisse wie die beiden Weltkriege werden in ihren konkreten Auswirkungen auf das Kunstleben und die Alltagskultur präsentiert. Zentrale Themen wie etwa der Umgang mit den Begriffen „Heimat“, „menschlicher Körper“, „Rolle der Frau“, „Künstlervereinigungen“ oder „Migrationsbewegungen“ werden sowohl in einzelnen, thematischen Objektgruppen, wie auch in Form von anregenden Zeitstreifen aufbereitet. So entsteht ein dichtes Informationsnetz zu den wesentlichen Schwerpunktperspektiven einer auf Oberösterreich bezogenen Kunst- und Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts: ein umfassender Einblick in ein Jahrhundert voller tiefgreifender Veränderungen.
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Neue Publikationen
Oö. Heimatblätter. Beiträge zur Landeskunde
Im die zuletzt erschienene Doppelnummer der Oö. Heimatblätter beinhaltet eine vielfältige Mischung an spannenden Artikeln mit Oberösterreich-Schwerpunkt: Der erste Beitrag von Ute Streitt widmet sich dem Thema „Schande, Folter, Hinrichtung“, und fasst die Ergebnisse eines Forschungsprojektes zur Aufarbeitung der oberösterreichischen Rechtsaltertümer zusammen, das über mehrere Jahre hinweg durchgeführt wurde. Die zwei nachfolgenden Artikel stammen von Thomas Schwierz: Unter dem Titel „Arme-Seelen-Löcher“ geht er Relikten einer entschwundenen Zeit nach und bringt in einer Auseinandersetzung zu „Krampusberg“, Höllstein und „Türkstetten“ Beispiele für jüngere und ältere Volksetymologie aus Gramastetten. Weitere Artikel stammen von Leopold Mayböck, Lena Radauer, Wilfrid Posch und Camillo Gamnitzer.
„Wo drückt der Schuh? Volkskulturen zwischen Tradition und Moderne“ lautete der Titel der Jahrestagung 2011 des Oö. Forum Volkskultur, aus welcher vier Beiträge von Norbert Hebertinger, Josef Mostbauer, Elfriede Schweikardt und Siegfried Pesendorfer wiedergeben werden. Der letzte thematische Block unter dem Titel „Oö. Familiengeschichten“ stellt das Schwerpunktprojekt 2011 der Akademie der Volkskultur vor und bringt daraus vier Beiträge in Kurzfassung.
Oö. Heimatblätter. Beiträge zur Landeskunde
2011, Heft 3/4, 65. Jahrgang
110 Seiten
Erhältlich beim Amt der Oö. Landesregierung, Direktion Kultur , Promenade 37, 4021 Linz, Tel.: 0732/7720-14847 zum Einzelpreis von € 7,--, Jahresabonnement/zwei Doppelnummern € 12,--
Der Bundschuh. Schriftenreihe des Museums Innviertler Volkskundehaus
Zu Jahresende 2011 steht ein weiterer Band „Der Bundschuh“ aus der Schriftenreihe des Museums Innviertler Volkskundehaus zur Verfügung. Er beinhaltet eine spannende Mischung zu historischen Themen aus dem Gebiet des Innviertels von über 30 Autoren und Autorinnen.
Der Bundschuh. Schriftenreihe des Museums Innviertler Volkskundehaus
Band 14 / 2011
ISBN: 978-3-902684-22-6
Moserbauer Druck & Verlag
Preis: Euro 18,- zzgl. Versandkosten
Wartberg ob der Aist - erforschtes, überliefertes, erzähltes
Anlässlich des 900-jährigen Bestandsjubiläums der Marktgemeinde Wartberg ob der Aist ist ein Heimatbuch in beeindruckendem Umfang und besonderer Ausstattung erschienen. Mit reichhaltigen Illustrationen und spannenden Texten wird die Gemeinde von den Anfängen bis heute in 8 Themenbereichen vorgestellt: Anfang, Gemeinde, Kultur, Mensch, Wirtschaft, Landwirtschaft, Vereine und Heimat.
Wartberg ob der Aist - erforschtes, überliefertes, erzähltes
Bauer, Josef (Red.), herausgegeben von der Marktgemeinde Wartberg ob der Aist. Marktgemeinde Wartberg ob der Aist 2011.
679 S., zahlr. Ill.


