Hilfsaktionen für Kinder
Schulausspeisung
Ab 1946/47 begannen die amerikanischen Schulausspeisungsaktionen, für die anfangs die Alliierten und später ausländische Hilfsorganisationen Lebensmittel bereitstellten. Jedes Kind sollte zumindest eine warme Mahlzeit am Tag bekommen. Das warme Essen wurde an die Schulen geliefert und zu einer festgelegten Zeit von den Lehrern an die Schüler ausgeteilt. Die Kinder mussten selbst einen Topf und einen Löffel mitbringen. Meistens gab es Suppe oder Eintopf. In manchen Gegenden wurde sogar in den Ferien eine Ausspeisung eingeführt, um die Kinder verlässlich zu versorgen. Zu Beginn der 1950er Jahre wurde die kostenlose Schulausspeisungsaktion wieder eingestellt. Heute ist die Schulausspeisung in vielen Schulen eine Selbstverständlichkeit.
Schulmilchaktion
Die Schulmilchaktion, die heute jeder Schüler kennt und die bereits in der Zeit der großen Arbeitslosigkeit vor dem Zweiten Weltkrieg eingeführt worden war, wurde wieder aufgenommen. Anfangs wurde an die Kinder Trockenmilchpulver ausgeteilt, woraus sie sich Milch anrührten.
Andere Spenden
Eine große Auswahl an Kleidern gab es nach dem Krieg nicht. Man musste froh sein, wenn man ein Hemd, eine Hose und ein paar Schuhe hatte. Häufig gingen die Kinder bis in den Herbst hinein barfuß und konnten im Winter gar nicht in die Schule gehen, weil sie keine Schuhe hatten. Auf alten Fotos sieht man, dass viele Kinder barfuß gingen. Menschen aus Amerika und anderen Ländern versuchten den Kindern in Österreich und Deutschland zu helfen, und schickten alte Schuhe und Kleider.






