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Integration

Integration der Ungarnflüchtlinge in Österreich: Zeitzeugenberichte


Das Heimweh hörte erst auf, als wir endlich wieder in unsere frühere Heimat fahren konnten. Das war im August 1965, nachdem wir die österreichische Staatsbürgerschaft bekommen hatten.
Maria Varjai

Auch wenn ich sehr gerne Neuösterreicher bin, hat sich mein Traum vom Westen dennoch nicht ganz erfüllt, denn schon 1956 begann dieser in meiner Vorstellung erst jenseits des Atlantiks …
Lászlo Bota

Wir entschieden uns zu bleiben. Auswandern könnten wir noch auch nach der Matura, sagten wir uns.
László Fábián

Die letzten zwei Klassentreffen fanden in San Diego und in Wien statt. Interessant ist dabei, dass einige meiner Freunde Heimweh nicht nach Ungarn, sondern nach Österreich haben.
Thomas Lauringer

Meine Überraschung war groß, als ich die Stadt kennen gelernt habe. Die wunderschöne Lage an der Donau mit dem Schloss und einer fantastischen Bausubstanz in der Altstadt machten mich zu einem Lokalpatrioten.
Thomas Lauringer

Durch meine Besuche in Ungarn werde ich oft an mein Glück erinnert: Während meinen Freunden in Ungarn durch 50 Jahre Kommunismus/Sozialismus praktisch das Leben gestohlen wurde, konnten wir hier alle in Freiheit ein gutbürgerliches Leben aufbauen.
Thomas Lauringer

Meine Söhne sind bereits „Dasige“, ich selbst versuche die Beziehungen und Gemeinsamkeiten der 1000-jährigen Nachbarschaft Österreich-Ungarns zu vermitteln.
Thomas Lauringer

Heimat ist dort, wo man aufgewachsen ist.
Maria Varjai

Trotzdem ist es heute eigenartig: Wenn ich ein oder zwei Wochen in Ungarn bin, will ich nach Hause, und das ist dann Steyr. Aber wenn ich eine Zeitlang hier bin, dann will ich wieder nach Hause, und dann ist es Ungarn. Ich schwanke in meinen Gefühlen.
Maria Varjai

Ich pendle viel zwischen Österreich und Ungarn hin und her. Am Ende werde ich vor einer Entscheidung stehen müssen. Ich weiß noch nicht, wie sie ausfallen wird.
Maria Varjai

Alles verloren, vieles gewonnen.
Attila Máthé

Sich zu integrieren soll heißen, gemeinsame Ziele zu setzen und zu verfolgen. Staatsbürgerliche Pflichten 100%ig zu erfüllen, die Gesetze des Landes, in dem man lebt, ohne Wenn und Aber zu akzeptieren und danach zu handeln.
Attila Máthé

Ich möchte ein nützlicher, würdiger und glücklicher Bürger des politisch zwar neutralen, in seinen moralischen und ideologischen Grundsätzen aber dem christlichen Westen gehörenden Österreichs sein!
Adam Balogh

Ich akzeptiere, schätze, lese und höre gerne Goethe, Grillparzer und Schiller, Mozart und Bruckner, jedoch lassen die Namen Petöfi, Jókai und Arany, Erkel, Bartok und Liszt mein Herz höher schlagen, weil ich ein Ungar bin! Aber auch ein loyaler österreichischer Staatsbürger!
Attila Máthé

 

   

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