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Keramik & Glas

Zu einem Leben in Reichtum und Luxus, das hier zum Beispiel Familien römischer Offiziere führten, zählten auch Luxusgüter wie Schmuck und Gegenstände aus Silber, Gold oder Edelsteinen, Tafelgeschirr aus feinem Ton, Silbergeschirr, Lampen aus Bronze, Statuen aus Marmor und feine Textilien wie Seide oder Baumwolle. Auch Gewürze wie Pfeffer, Zimt und Kreuzkümmel aus fernen Ländern wurden hier zum Verkauf angeboten.

 

Besonders feine Keramik der Römerzeit nannte man Terra Sigillata. Nur wohlhabende Leute konnten sich dieses Reliefgeschirr leisten, das eine orange bis rötliche Farbe besaß und mit einer glänzenden Glasur ausgestattet war. Dieses Geschirr wurde nur in speziellen Regionen des römischen Reiches produziert (zum Beispiel in Südgallien). Über Handelswege gelangte die Terra sigillata schließlich bis in die Provinz Noricum auf die Tische und in die Häuser der wohlhabenden Römer.

 

Die Römer waren bereits mit dem Handwerk des Glasblasens vertraut. Mit Glasmacherpfeifen wurde das heiße, flüssige Gas in die gewünschte Form geblasen. Aus Oberösterreich gibt es Fundstücke besonders kunstvoller Glasprodukte, zum Beispiel eine Glasflasche in Form eines Frauenkopfes.