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Klostergründungen des Mittelalters in Oberösterreich


Mit der Gründung eines Klosters im Mittelalter verfolgten die weltlichen Grundherren oftmals unterschiedliche Ziele: die wirtschaftliche Erschließung von wichtigen Gebieten, die Sicherung von politischem Einfluss und die seelsorgliche Betreuung der dort lebenden Menschen. Die Klöster spielten also sowohl bei der Verbreitung des christlichen Glaubens (Mission) als auch bei der Erschließung und Kultivierung des Landes (Kolonisation) eine entscheidende Rolle.

In Oberösterreich erfolgten im Zuge der baierischen (bajuwarischen) Besiedelung die Klostergründungen in Mondsee (748) und Kremsmünster (777) durch die baierischen Herzöge Odilo bzw. Tassilo. Aus dem ersten Kloster im Zentralraum von Oberösterreich entstand das spätere Chorherrenstift St. Florian; weitere frühe Kloster bestehen heute nicht mehr.

Erst im 11. und 12. Jahrhundert kam es ausgehend von Cluny (Frankreich) zu einer Gründungswelle an Klöstern, die auch in Oberösterreich deutlich zu sehen ist. Ausgangspunkte für Klöster wurden strategisch wichtige Orte, die am Inn (Reichersberg, 1084), an der Donau (Wilhering, 1146), an der Traun (Lambach, 1056) an der Enns, am Eingang zum Salzkammergut und im Kremstal lagen. Später wurden auch im Mühlviertel Klöster gegründet, z. B. das bekannte Stift Schlägl (13. Jahrhundert).