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Das Kriegsende in Oberösterreich


Vom Osten marschierten im April 1945 die sowjetischen Truppen in Wien ein und rückten Anfang Mai bis zur oberösterreichischen Grenze und in die östlichen Teile des Mühlviertels ein. Die Amerikaner drangen Anfang Mai von Passau aus ins Mühl- und Innviertel vor und eroberten ganz Oberösterreich. Obwohl Gauleiter August Eigruber für Oberösterreich den Widerstand bis zum bitteren Ende angeordnet hatte, wurde nur mehr in wenigen Orten gekämpft, als die Amerikaner einmarschierten. In den meisten Orten begrüßte man die Amerikaner als Befreier von der nationalsozialistischen Herrschaft. Ein Symbol für das Kriegsende in Oberösterreich ist das Zusammentreffen amerikanischer und russischer Truppen auf der Ennsbrücke am 8. Mai 1945.

Die Befreiung der Konzentrationslager
Nachdem die Stadt Linz am 5. Mai 1945 beinahe kampflos übergeben worden war, machten die Amerikaner am selben Tag eine grausame Entdeckung: Als Angehörige der amerikanischen Armee das Konzentrationslager Mauthausen erreichten, wurden sie erstmals Zeugen der dort stattgefundenen unmenschlichen Verbrechen und Massenmorden. Die vielen Toten und bis zu Skeletten abgemagerten Menschen zeigten ihnen, welche schrecklichen Verbrechen in den Konzentrationslagern wirklich geschehen waren.