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Literatur

Literatur nach dem „Anschluss“


Der „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich wurde von vielen heimischen Schriftstellern begrüßt. Sie sahen darin eine Gelegenheit, sich zu profilieren oder sich weltanschaulich auszuweisen. Sie verfassten Huldigungs- und Bekenntnistexte, in denen sie sich auf die politischen Ereignisse der Märztage 1938 bezogen. Darin deuteten sie den „Anschluss“ als logisches Ziel einer längerfristigen Entwicklung oder als ersehnte „Familienzusammenführung“. Die Schriften betrafen alle Textsorten und Medien, darunter Zeitungen und Magazine, in denen „Führer“-Gedichte als Treueschwüre und Lobgesänge an Adolf Hitler veröffentlicht wurden. Beliebt waren auch Sammelwerke oder Zeitschriften mit Sondernummern, die einen Themenschwerpunkt auf die „Ostmark“ legten.


Blick in den Ausstellungsraum „Literatur“ - Foto: © OÖ. Landesmuseen, A. Bruckböck