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Mittelschule Kammer

Mittelschule in Kammer am Attersee



Der Caritas war es ein besonderes Anliegen, für die schulische Ausbildung der oft elternlosen jugendlichen Neuflüchtlinge zu sorgen. Als Ende 1956 die bestehenden ungarischen Mittelschulen Innsbruck (1945–1963) und Obertraun die ungarischen Mittelschüler nicht mehr aufnehmen konnten, wurde die Eröffnung einer neuen Schule im Raum Oberösterreich akut.

In der ehemaligen Bundesfinanzschule in Kammer am Attersee wurde mit Unterstützung der Caritas Linz am 15. April 1957 der Schul- und Internatsbetrieb mit über hundert Studenten aufgenommen. Finanziert wurde das Projekt u.a. vom Internati-onal Rescue Commitee, der Caritas Internationalis, der Ostpriesterhilfe und der Amerikanischen Caritas. Den Heimbetrieb finanzierte das österreichische Innenministerium und das Kommissariat der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR).
Im Vollbetrieb wurde das Gymnasium achtklassig (ab der 4.Gymnasialstufe) geführt; insgesamt wurden 351 Schüler ausge-wiesen, 140 Studenten legten die Matura ab; die erste Matura fand bereits im Februar 1958 statt. Die Matura berechtigte aufgrund eines Bundeserlasses zum „Studium für Ausländer“ an österreichischen Hochschulen.
Das Gymnasium wurde nach eineinhalb wieder Jahren aufgelöst, 150 Studenten klassenweise auf Innsbruck und Iselsberg verteilt.

© Alle Fotos Diözesanarchiv Linz

 

   

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