Klänge der Macht: Musik und Theater im Reichsgau Oberdonau
Musik und Theater waren neben Radio und Kino die wichtigsten Propagandainstrumentarien der Nationalsozialisten. Ab dem März 1938 wurden die Kulturinstitutionen „gleichgeschaltet“, politisch oder rassisch nicht „tragbare“ Künstlerinnen und Künstler verfolgt, vertrieben oder ermordet und durch Parteigänger ersetzt. Obwohl Adolf Hitler sich vermeintlich persönlich für das Kulturleben des Gaues Oberdonau engagierte, blieben seine großen Pläne, darunter ein Theater- und Opernneubau, unverwirklicht. Neu gegründet wurden allerdings das Reichs-Bruckner-Orchester und der Reichs-Bruckner-Chor. Zeichen für Hitlers Gunst waren die so genannten „Führerausstattungen“, die bereits für die neuen Spielorte geplant und für das Landestheater oftmals überdimensioniert waren.

Blick in den Ausstellungsraum „Klänge der Macht“ - Foto: © OÖ. Landesmuseen, A. Bruckböck


