Provinz Noricum
Die Ausrufung der Provinz Noricum erfolgte nicht unmittelbar nach der römischen Übernahme durch die Römer, sondern erst etwa 50 Jahre später unter Kaiser Claudius (41–54 v. Chr.).
An der Spitze der Verwaltung stand ein Statthalter. Er war der mächtigste Beamte in einer Provinz. Der Statthalter war der oberste Richter, und konnte über die Finanzen und über das Heer in seiner Provinz bestimmen. Das Zentrum der Provinz Noricum, wo auch der Statthalter regierte, war in Kärnten, in „Virunum“ auf dem Zollfeld.
Nach und nach wurden aus dem römischen Reich römische Familien, Kaufleute, Handwerker und Soldaten in Oberösterreich oder besser gesagt in Noricum angesiedelt. Sie brachten Neuerungen in unser Land, die zuvor hier nicht bekannt gewesen waren. In vielen Fällen wurde von den neuen Dingen auch der lateinische Name übernommen. Noch heute sind einige Überreste der römischen Sprache bei uns erhalten geblieben.
Erkennst du die Ähnlichkeiten?
Das Wort „Fenster“ kommt vom lateinischen Wort „fenestra“.
Das Wort „Fenster“ kommt vom lateinischen Wort „fenestra“, der „Keller“ von „cellarium“ und das Wort „Mauer“ stammt vom lateinischen „murus“ ab.
Auch die keltische Bevölkerung lebte weiterhin in dem Land das nun von den Römern regiert wurde. Das Verhältnis zwischen den Römern und den Kelten war eigentlich ein recht gutes. Gar nicht selten heirateten römische Händler oder Handwerker einheimische, also keltische Frauen.
Aus heutiger Sicht fand durch die Besetzung der Römer in Noricum ein besonderer kultureller Aufschwung statt, da sie viele Neuerungen in unser Land brachten, die vorher nicht bekannt waren.




