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Kaiser Diokletian reformiert das Reich


Die Überfälle der Alamannen hatten in der Wirtschaft eine große Krise hervorgerufen, da die Ernte der Bauern zerstört war, die Händler auf den Straßen überfallen worden waren und die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt worden war.

Zu dieser Zeit regierte in Rom Kaiser Diokletian (284–305 n. Chr.). Mit einer neuerlichen Reform, sollte die Verwaltung und Verteidigung des Reiches und der Provinz wiederhergestellt werden.
Er teilte das Land in kleinere Einheiten auf, um es besser regierbar zu machen. So wurde auch die Provinz Noricum zweigeteilt. Der nördliche Teil an der Donaugrenze hieß „Noricum ripense“ und der südliche Teil erhielt den Namen „Noricum mediterraneum“. Aus der großen Provinz Noricum waren zwei kleinere Provinzen geworden. Das heutige Oberösterreich zählte zur neuen Provinz „Noricum ripense“ oder „Ufernoricum“. Hauptstadt von Ufernoricum wurde die Stadt Ovilava (Wels). Das Oberhaupt des Heeres blieb weiterhin in Lauriacum (Enns) stationiert.

Kaiser Diokletian stationierte außerdem eine weitere militärische Truppe in Ufernoricum, die den Namen „legio I Noricum“ erhielt. Die Aufgabe dieser Legion war es, die Donaugrenze zu bewachen und zu verteidigen.