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Schwierige Verhandlungen

Schwierige Verhandlungen


Da die Sowjetunion die Vereinbarungen des Internationalen Roten Kreuzes nicht in vollem Ausmaß anerkannte, bestanden für die österreichische Regierung kaum Möglichkeiten, über diese Organisation für die österreichischen Kriegsgefangenen etwas zu unternehmen. Gegen Ende des Jahres 1945 setzten erste geregelte Rückführungen ein, leider gerieten die weiteren Verhandlungen im Frühjahr ins Stocken.
Am 11. Juni 1946 erfolgte daher die erste Intervention der Bundesregierung, in der um „grundsätzliche baldige Freilassung der kriegsgefangenen Österreicher“ ersucht wurde.

In der darauffolgenden Antwort sagte General Stalin zu, innerhalb der nächsten drei Monate 20.000 Österreicher zu entlassen. Bis Weihnachten des gleichen Jahres kamen tatsächlich 12.500 Mann wieder in ihre Heimat.

Trotz weiterer österreichischer Interventionen trat im Frühjahr 1947 abermals ein Stillstand in den schwierigen Verhandlungen ein. Verzweifelte Angehörige der Kriegsgefangenen versuchten mit Bittschriften und besonderen „Postverbindungen“ Kontakte herzustellen.

 

Bildtafel aus der Ausstellung im Ursulinenhof (© Kurt Cerwenka)

Autor: Kurt Cerwenka

   

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