WdU / FPÖ / BZÖ
Verband der Unabhängigen
Der „Verband der Unabhängigen“, wurde im Jahr 1949 von den Journalisten Herbert Kraus und Viktor Reimann gegründet, als erstmals aus den Reihen der Nationalsozialisten die „Minderbelasteten“ wieder wählen durften. Von der SPÖ wurde die Gründung der Partei unterstützt, weil man sich dadurch einen Verlust an Wählerstimmen für die ÖVP erhoffte. Viele der ehemaligen Nationalsozialisten stimmten für den VdU.
Veränderte Wählerlandschaft
In Oberösterreich erhielten cirka 77.000 „minderbelastete“ Nationalsozialisten aufgrund einer allgemeinen Amnestie vom April 1948 das Wahlrecht zurück. Bei den Wahlen 1949 erzielte der WdU (Wahlpartei der Unabhänigen) einen überwältigenden Erfolg. Starke Verluste hingegen trugen ÖVP und SPÖ davon. Zwar blieb die ÖVP weiterhin in Führung, jedoch die absolute Mehrheit in Landtag und Landesregierung konnte nicht gehalten werden: 23 Mandate erhielt die ÖVP, die SPÖ bekam 15 Mandate und die Wahlpartei der Unabhängigen erzielte auf einen Schlag 10 Mandate.
FPÖ – Freiheitliche Partei Österreichs
Aus der Wahlpartei der Unabhängigen ging 1955 die „Freiheitliche Partei Österreichs“ (FPÖ) hervor. Die FPÖ blieb lange Zeit eine eher kleine Partei, die sich in etwa bei 6 bis 9 % der Stimmen hielt. Als Jörg Haider die Führung der FPÖ 1986 übernahm, änderte sich dies. Die Partei erlebte einen bedeutenden Aufschwung und wurde bei den Nationalratswahlen 1999 mit 26,9 % sogar zweitstärkste Partei. Die Beteiligung an der Regierung dieser als rechtspopulistisch bezeichneten Partei wurde vom Ausland mit strengen Sanktionen bedacht. Konflikte innerhalb der Partei führten schließlich bei den nächsten Wahlen zu einem starken Verlust an Wählerstimmen.
BZÖ – Bündnis Zukunft Österreich
Die Streitigkeiten um die Richtung der Partei nahmen zu und im Frühjahr 2005 kam es zu einer Spaltung der Partei in FPÖ und BZÖ (= Bündnis Zukunft Österreich).





