Volkshilfe

© Nordico. Museum der Stadt Linz
Breits am 25. Oktober ersucht die burgenländische Volkshilfe um Unterstützung für Hilfsprogramme in Ungarn. Binnen weniger Tage langen in Eisenstadt die ersten Hilfszusagen in- und ausländischer Schwesterorganisationen ein, darunter aus der Schweiz, der Bundesrepublik und den Benelux-Staaten. Ausgelöst durch den zweiten Angriff sowjetischen Truppen auf Budapest setzt die eigentliche Flüchtlingswelle ein. Das Burgenland wird überrollt. Gemeinsam mit den Maltesern führt die Volkshilfe jetzt Flüchtlingstransporte in die großen Auffanglager durch. Mit dem Arbeitersamariterbund, der ÖGB Jugend und den Kinderfreunden stellt die Volkshilfe auch ihre Ferienheime zur Verfügung.
Es ist die Volkshilfe, die den ersten Transport ins befreundete Ausland weiter leitet. Am 7. November übernimmt das Schweizer Arbeiterhilfswerk die ersten 108 Personen. Für die bleibenden Flüchtlinge errichtet sie in Wien, Graz, Klagenfurt und Linz Eingliederungsbüros, die noch über Jahre bei Existenzgründung, Wohnungsbeschaffung und Einbürgerung helfen.
© Abbildungen: Hilfe für Alle. Wien 1985





