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Wohnungen

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Nach Auflösung der von den Vereinten Nationen (UN) bis dahin mit der Betreuung von Flüchtlingen betrauten Organisationen UNRRA und IRO ging der Rechtsschutz für Flüchtlinge auf den 1951 geschaffenen United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR) über.
Im Jahre 1954 erstellten die UN ein Flüchtlingsprogramm, bekannt als UNREF-Programm, mit dessen Durchführung der UNHCR betraut wurde. Aufgabe des Programms war es, die Hinterlassenschaft des Zweiten Weltkriegs in Europa endgültig zu beseitigen, für noch immer in Notunterkünften behauste Heimatvertriebene zeitgemäßen Wohnraum zu schaffen und diesen Menschen damit endgültig eine neue Heimat zu geben.

Das UNREF Programm schloss auch die Auflösung der in Österreich noch bestehenden Lager mit ein. Zur Mitte der 1950er-Jahre waren hierzulande noch ca. 19.000 Personen in 63 Lagern untergebracht, die meisten von ihnen im Lager Haid (Ansfelden). Im Raume Linz wurden die Planungen für das UNREF Programm zu Jahresbeginn 1956 in Angriff genommen, in Aussicht genommen wurde die Errichtung von rund 800 Wohnungen mit einer Wohnfläche von 26 bis ca. 70 m².

Als bei den österreichischen Behörden etwa zur Jahresmitte 1957 erkennbar wurde, dass vielleicht zehn Prozent der rund 180.000 ungarischen Neuflüchtlinge auf Dauer in Österreich bleiben wollten, wurden mit Zustimmung des UNHCR auch diese Personen in das UNREF Programm mit einbezogen.

In der Folge bewilligte der Hochkommissar insgesamt ATS 91 Mio. für geeignete Bauvorhaben im Raume Linz. Damit wurden bis Anfang der 1960er Jahre von verschiedenen Wohnbauträgern annähernd 150 Wohnungen für Ungarnflüchtlinge neu errichtet, etwa 50 weitere, schon im Bau stehenden Einheiten wurden für solche Flüchtlinge vorgesehen. Auf diese Weise haben rund 1000 ungarische Neuflüchtlinge in Linz eine lebenswerte Bleibe gefunden.

1: Alleitenweg 13–17
2: Wimmerstrasse Kleinmünchen
3: Übersiedlung in die Wimmerstraße
4: Melissenweg, Schlüsselübergabe
5: Schweizerhaus
6: Alleitenweg 1–3
7: Schwedenhaus in Freindorf
8: Senefelderstraße 6

© Fotos: 1, 2, 5, 6, 8: Elfa Spitzenberger, 3: A. Mathé, 4: M. Kiss, 7: Kerenyi

 

   

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