Franzosenkriege, Vormärz und die Revolution von 1848 in Oberösterreich


Die Franzosenkriege bzw. die Napoleonischen Kriege zogen Oberösterreich schwer in Mitleidenschaft. Dreimal – 1800, 1805 und 1809 – fielen die Franzosen im Land ob der Enns ein.
Nach dem Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen wurde das Territorium Oberösterreichs nicht nur wiederhergestellt, vielmehr war das ehemalige Erzstift Salzburg für mehr als dreißig Jahre der Verwaltung in Linz unterstellt.

Den unruhigen Zeiten der Franzosenkriege bzw. dem Wiener Kongress (1814/15) folgte der so genannte Vormärz mit starken restaurativen und antiliberalen Tendenzen. Gekennzeichnet war diese Zeit von einem hart vorgehenden Polizeiregime, Zensur und Bespitzelung. Ein Rückzug der Menschen ins Private und eine vermehrte Beschäftigung mit den Schönen Künsten war die Folge. So brachte die Biedermeierkultur ein reiches Kunstschaffen im Bereich der Dichtung, Musik und Malerei hervor.
In dieser Zeit entstand auch die Pferdeeisenbahn St. Magdalena–Budweis (seit 1832) bzw. Linz–Gmunden (seit 1836), die Donauschifffahrt (gegründet 1829) brachte mit der Gründung der Donaudampfschifffahrtsgesellschaft ebenfalls neue Möglichkeiten im Bereich der Mobilität. Am 17. September 1837 legte erstmals ein Dampfschiff in Linz an.

Die harten Maßnahmen des Vormärz, die zu zahlreichen Spannungen führten, entluden sich schließlich in der Revolution des Jahres 1848, wobei in Linz und Oberösterreich der Umbruch in wenig radikaler Ausprägung vonstatten ging.

Doch obwohl die Revolution im Wesentlichen scheiterte, lebte liberales Gedankengut weiter. Der Gegensatz zwischen Konservativen und Liberalen prägte dann auch die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts.

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