Barock und die Zeit des aufgeklärten Absolutismus in Oberösterreich


In der Folge der Gegenreformation bzw. der Katholischen Reform breitete sich in Oberösterreich eine blühende Barockkultur aus. Davon zeugen zahlreiche Kirchen und imposante Klosteranlagen, aber auch Schlossbauten im Land. In den Klöstern erlebte unter dem Eindruck der Aufklärung die Wissenschaft einen großen Aufschwung, ebenso blühte die Musik- und Theaterkultur.

Die Ziele des aufgeklärten absolutistischen Staates waren das Wohl der Untertanen sowie eine florierende Wirtschaft. Maria Theresia (1740–1780) setzte zahlreiche Reformen im Bereich der Verwaltung durch – etwa die Errichtung der Kreisämter und die weitgehende Trennung von Verwaltung und Justiz –, schuf die Grundlage für eine Neuorganisation des Heeres, ordnete das Finanzwesen neu und führte die Allgemeine Schulpflicht ein. Die Regierungszeit Maria Theresias war aber auch geprägt von Kriegen gegen Bayern, Preußen und Frankreich, den so genannten Erbfolgekriegen.

1779 erhielt Oberösterreich im Frieden von Teschen mit dem Erwerb des Innviertels seine heutige Ausdehnung.

Die Regierungszeit Josephs II. (1780–1790) war von vielen Reformen in der Politik und gesellschaftlichen Umbrüchen geprägt. Joseph II. zentralisierte die Verwaltung und entmachtete somit die Landstände. Die Katastralgemeinden wurden angelegt, sie standen im Zusammenhang mit einer tiefgreifenden Umgestaltung des Steuersystems.
Nicht nur die Umgestaltung der politischen Landschaft sorgte für Spannungen, besonders einschneidend für Oberösterreich waren auch die zahlreichen Klosteraufhebungen. 1783/85 wurde Linz schließlich – bisher Teil des Bistums Passau – eine eigene Diözese.

Die durch die zahlreichen Reformen entstandene Unruhe versuchte Josephs Nachfolger Leopold II. durch die Rücknahme so mancher Maßnahmen seines Vorgängers einzudämmen.

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