Forum O√Ė Geschichte

Die Stube: Behaglichkeit auf engem Raum


Seit dem 13. Jahrhundert findet man als gro√üe Neuerung auf Burgen im Ostalpenraum Stuben. Sp√§ter √ľbernahmen auch B√ľrgerh√§user und Kl√∂ster, zuletzt auch Bauernh√§user diesen behaglichen ‚ÄěLuxusraum‚Äú.

Die ‚ÄěStube‚Äú bezeichnet einen mit Kachelofen rauchfrei beheizbaren Raum (vergleiche englisch stove: Ofen!) mit Holzw√§nden in Blockbau- oder St√§nderbauweise als Isolation gegen√ľber den dicken Steinmauern.
Unsere W√∂rter ‚ÄěZimmer‚Äú und ‚ÄěZimmermann‚Äú leiten sich von diesen Holzisolierungen ab (vergleiche englisch timber: Bauholz!).


Die hier nachgebaute Stube hat die Ma√üe einer ehemaligen Stube im Wohnturm der Burgruine Ruttenstein. Abdr√ľcke im M√∂rtel der Steinmauern zeigen, wie diese Stuben gebaut wurden: zuerst die h√∂lzerne Stube, dann rundum die Steinmauern!

Durch die trichterf√∂rmigen Fenster mit √úberfangb√∂gen fiel viel Tageslicht. Bei K√§lte, N√§sse und Dunkelheit verschlossen kleine Fensterl√§den innen die √Ėffnungen. Der Rauchabzug geh√∂rt zu einem Vorderladerkachelofen.


Der Rundgang basiert auf der Dauerausstellung im Oö. Burgenmuseum Reichenstein in Tragwein, das am 21. April 2013 eröffnet wurde.

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