1517! Und heute? Steyr 2017. Reformationsstadt Europas

EINLEITUNG


Sujet zur Sonderausstellung 2017 im Stadtmuseum Steyr. (c) Matern Creativbüro

Diese Ausstellung ist in mancherlei Hinsicht etwas Besonderes. Zunächst dadurch, dass sie selbst an einem historischen Ort stattfand. Einem Ort, der exakt aus jener Zeit stammt, der die Ausstellung gewidmet ist. Der „Innerberger Stadl“ wurde 1612/1613 errichtet und sollte als Vorratslager, als Speicher dienen. Die mächtigen Holzbalken, der Boden, die Decke, all das ist original und stammt aus dieser Zeit. Mit dem Betreten der Ausstellung begab man sich wortwörtlich auf historischen Boden.

Sodann wurde diese Ausstellung von vielen verschiedenen Personen aus verschiedenen Institutionen und Arbeitsbereichen konzipiert und gestaltet, allesamt auf ehrenamtlicher Basis.
Weiters war es das Ziel der Ausstellung nicht im rein Historischen zu verbleiben. "Die Geschichte ist nicht vergangen und sie ist nicht vorbei. Die Ereignisse der Geschichte und ihre Menschen sprechen zu uns, über die Zeiten hinweg. Es liegt an uns, diese Fragen zu hören und aufzugreifen." Deshalb wurde die Ausstellung immer wieder unterbrochen von Elementen, in denen ein Brückenschlag in die Gegenwart versucht wurde. Schließlich stieß man in der Ausstellung auch auf deutliche Grenzen. Weder konnte alles gesagt, noch alles gezeigt werden, was doch eigentlich gesagt und gezeigt werden müsste. Es war nur möglich, auf ausgewählte Punkte hinzuweisen - in der Hoffnung, dadurch Fakten, Zusammenhänge und Personen sichtbar zu machen, die wenig bekannt sind.
Im Herbst 2017 erscheint eine Buchpublikation „Steyr und das Jahrhundert der Reformation“, in der das Thema angemessen vertieft und entfaltet werden soll.

Die Textbeiträge auf den Ausstellungstafeln und in der Begleitbroschüre zur Ausstellung wurden von Mag. Gunter Bittermann, Mag. Martin Fiala, Dir. i. R. Günter Garstenauer, Wolfgang Hack, Superintendent Dr. Gerold Lehner, Dr. Raimund Ločičnik, Konsulent Prof. Mag. Günter Merz und Pfarrer Mag Friedrich Rößler verfasst. Die Ausstellungsgestaltung übernahm die Agentur "Matern Creativbüro".

"1517! Und heute?" lautete der Titel der Ausstellung in Steyr die sich 2017 der Geschichte des Protestantismus von Reformation über die Gegenreformation bis zur heutigen Zeit widmete. – Ausstellungsansicht "1517! Und Heute?"; Gestaltung: Matern Creativbüro; Foto: Verbund Oö. Museen, 2017.

Ausstellungsdokumentation im "forum oö geschichte"

Ziel der vorliegenden Dokumentation, die auf Basis der Begleitbroschüre zur Ausstellung erstellt wurde und deren Texte hier wiedergegeben werden, ist es, einen Überblick über die wesentlichen Inhalte der Ausstellung zu präsentieren und einige wenige darüber hinausgehende Informationen und Berichte zur Verfügung zu stellen.

So soll ein Einblick in das Ergebnis dieser umfassenden Auseinandersetzung mit der Geschichte der Reformation in Steyr erhalten bleiben, die als letzte Ausstellung vor dem umfassenden Umbau des Museums der Stadt Steyr zu besichtigen war. Das Museum ist seit November 2017 geschlossen und die Präsentation der Dauerausstellung im denkmalgeschützten Innerberger Stadel wird eine behutsame Neugestaltung erhalten. 


Dokumentation zur Sonderausstellung "1517! Und Heute? Steyr 2017. Reformationsstadt Europas" im Museum der Stadt Steyr vom 24. März bis 5. November 2017.

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