Leonding, am 1. März 2007 MEDIENINFORMATION Ur- und Frühgeschichte Oberösterreichs im Internetportal „forum oö geschichte“ - www.ooegeschichte.at Das Online-Portal „forum oö geschichte – Virtuelles Museum Oberösterreich“ mit dem Ziel einer umfangreichen Präsentation der oberösterreichischen Landesgeschichte und der Bereitstellung eines breiten, vernetzten Wissensangebotes zur Kulturgeschichte Oberösterreichs geht mit neuen Angeboten online! Das Projekt, das vom OÖ. Museumsverbund im Auftrag des Landes Oberösterreich durchgeführt wird, beruht auf der erfolgreichen Kooperation kulturwissenschaftlicher Institutionen des Landes. OBERÖSTERREICH IN UR- UND FRÜHGESCHICHTLICHER ZEIT In gemeinsamer Arbeit mit der Abteilung Ur- und Frühgeschichte der Oö. Landesmuseen erfolgte die Gestaltung mehrerer Überblicksrundgänge zur Ur- und Frühgeschichte Oberösterreichs, die ab sofort unter www.ooegeschichte.at zur Verfügung stehen. Inhaltlich angelehnt an die gleichnamige Dauerausstellung im Linzer Schlossmuseum bietet der Besuch der virtuellen Darstellung der Prähistorie des Landes neben allgemeinen Informationen zu Forschungsgeschichte, -methoden und -institutionen auch die Möglichkeit einer Vor- oder Nachbereitung des Museumsbesuches. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------- DIE NEUEN RUNDGÄNGE IM DETAIL Die Überblicksrundgänge Ur- und Frühgeschichte des Landes decken mit dem zuvor ausgearbeiteten römerzeitlichen Rundgang nun bereits einen Zeitraum von der Altsteinzeit bis ins frühe Mittelalter ab. Die Texte von Frau Mag. Jutta Leskovar, Sammlungsleiterin der Abteilung für Ur- und Frühgeschichte am OÖ. Landesmuseum, bieten überblicksartige Darstellungen zu den jeweiligen Epochen der Ur- und Frühgeschichte und sind stark an die Dauerausstellung im OÖ. Landesmuseum angelehnt. Auch das reichhaltige Bildmaterial stammt großteils aus den Beständen der OÖ. Landesmuseen und wird durch Bilder aus dem Nordico - Museum der Stadt Linz sowie dem Museum Hallstatt ergänzt. Diese Museen tragen wesentlichen Anteil an der Erforschung und wissenschaftlichen Aufarbeitung der Ur- und Frühgeschichte Oberösterreichs. Neben Epochendarstellungen werden Einblicke in forschungsgeschichtliche und methodische Zugänge sowie aktuelle Informationen zu relevanten Institutionen, Gesellschaften und Museen in Oberösterreich geboten. Ein Rundgang behandelt mit dem Paläolithikum und Mesolithikum in knapper Form jene Zeitepoche, in der die Menschen noch nicht sesshaft waren, und für welche lange Zeiträume sowie weitreichende klimatische Veränderungen charakteristisch sind. Schlechte Erhaltungsbedingungen führten zu zahlenmäßig geringen archäologischen Hinterlassenschaften. Den Übergang zur Jungsteinzeit kennzeichnet ein grundlegender kultureller Wandel, dessen Ergebnis – Sesshaftigkeit und Produktion von Nahrungsmitteln – unsere heutige Kultur immer noch prägt. Der dritte Rundgang zeigt neben jungsteinzeitlichen Werkzeugen auch eine Anzahl an Keramikfunden sowie Schmuck und künstlerische Objekte wie die Venus von Ölkam. Ab 2300 v. Chr. wird in Mitteleuropa für Geräte, Waffen und Schmuck verstärkt das Metall Bronze verwendet. Dieser für die prähistorische Forschung auffällige Umstand führte zur Benennung der dritten großen urgeschichtlichen Epoche – der Bronzezeit. Die letzte Epoche der Urgeschichte ist gekennzeichnet durch das Aufkommen von Eisen als Material für Waffen und Werkzeuge, das allerdings nicht die Bronze als Schmuckmaterial ersetzt. Die Eisenzeit, der ein weiterer Rundgang gewidmet ist, wird in eine ältere Phase – Hallstattzeit – und eine jüngere Phase – Latenezeit – gegliedert. Insbesondere die Funde aus dem Gräberfeld und Bergwerk in Hallstatt bieten einen umfassenden visuellen Einblick in diese Kulturepoche. Das Ende der Eisenzeit wird im mitteleuropäischen Raum durch die Ausbreitung der römischen Kultur markiert – in unseren Breiten dauerte die römische Provinzialzeit etwa 500 Jahre. Nach dem Abzug der römischen Verwaltungselite veränderten sich die Lebensbedingungen der Menschen im heutigen Oberösterreich sehr stark. In „frühgeschichtlicher Zeit“ entwickelten sich neue Machtstrukturen, die über 500 Jahre hinweg in jene Kultur mündeten, die wir „Mittelalter“ nennen. Um diese Entwicklung rekonstruieren zu können, muss in Ermangelung von schriftlichen Quellen auf archäologische Erkenntniswege zurückgegriffen werden. Einblick in den aktuellen Forschungsstand zu dieser Epoche bietet der Rundgang „Frühgeschichte Oberösterreichs“. VORSCHAU Die folgenden Epochendarstellungen im „forum oö geschichte“ werden sich der Geschichte Oberösterreichs zur Zeit des Mittelalters und in nationalsozialistischer Zeit widmen. [TEXTENDE] Wir würden uns freuen, wenn Sie diesen Beitrag in Ihrem Medium aufnehmen und über das „forum oö geschichte“ berichten könnten. Für weitere Fragen und Bildmaterial steht Ihnen die Geschäftsstelle des OÖ. Museumsverbunds (Mag. Elisabeth Kreuzwieser) gerne jederzeit zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Mag. Thomas Jerger KONTAKT UND INFORMATION forum oö. geschichte/ OÖ. Museumsverbund Mag. Elisabeth Kreuzwieser Welser Straße 20, A-4060 Leonding Telefon: +43/(0)732/682616 - 13 E-Mail: info@ooegeschichte.at URL: http://www.ooegeschichte.at sowie: http://www.heimatforschung-ooe.at