Oxenwege in Europa und Oberösterreich | www.oxenweg.net

Im Rahmen eines im Jahr 2008 initiierten, transnationalen LEADER-Projektes wurde die Geschichte des Oxenhandels und seiner Triebwege sowie der wichtigsten Ereignisse rund um den Oxenweg erforscht und dokumentiert. Die Ergebnisse stehen im Rahmen eines E-Books auf der Website www.oxenweg.net zur Verfügung.

Viehmarkt auf dem Rohrbacher Marktplatz. Tuschezeichnung, Franz Brosch. Quelle: Oö. Landesmuseum

Oxenwege in Europa und Oberösterreich | www.oxenweg.net

Ein im Jahr 2008 initiiertes, transnationales LEADER-Projekt, das sich der Erforschung der Geschichte des Oxenhandels und seiner Triebwege sowie der wichtigsten Ereignisse rund um den Oxenweg widmete, sollte durch eine Vielzahl an Projekten zu einer Belebung der Regionen, des Tourismus und der gezielten Vermarktung regionaler Spezialitäten beitragen.

Der "Oxenweg" ist ein transnationales Kultur- und Handelswegnetz, das vom Spätmittelalter bis in die Frühe Neuzeit, vermutlich aber schon zu viel früherer Zeit quer durch Europa verlief. Wie historische Quellen dokumentieren, wurden jährlich bis zu 200.000 Grauochsen aus der ungarischen Tiefebene und aus Transsylvanien in die aufstrebenden Städte Europas getrieben, um dort die Bürger mit Fleisch zu versorgen. In den Städten, die Handelsprivilegien („Stapelrecht“) besaßen, mussten die durchziehenden Händler ihre Waren zum Verkauf anbieten. Einen bedeutenden Hauptumschlagplatz stellte dabei natürlich Wien und dessen Umgebung dar. Aber auch in Oberösterreich wurden zahlreiche Viehmärkte abgehalten, so unter anderem in Ebelsberg, Pregarten, Klaffer, Hitzing, Schärding, Braunau, Ried, Rohrbach und Freistadt.

In einem weiteren Schwerpunkt versuchte man die Triebrouten so gut als möglich zu rekonstruieren, die heute teilweise noch immer in alten Straßennamen zum Ausdruck kommen. Eine lückenlose Erforschung dieser Wege ist allerdings nicht mehr möglich, zumal diese wahrscheinlich einerseits je nach Jahreszeit und Wetterlage variierten und andererseits auch bewusst abseits der öffentlichen Verkehrswege lagen, die durch den Viehtrieb sonst teilweise sicher behindert worden wären. Die Triebwege führten vorbei an zahlreichen Mautstellen, die wiederum Städten, Märkten und Grundbesitzern eine wichtige Einnahmequelle zusicherten.

Wer sich mit dem Thema eingehender beschäftigen möchte, dem sei die umfangreiche Nachlese empfohlen, die zum Projektabschluss entstanden ist und die kostenlos als E-Book eingesehen werden kann.

Weitere Informationen siehe: www.oxenweg.net


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