Wer waren die "Koller"? | Aufruf für eine Forschungsarbeit

Wer waren die „Koller“? | Spurensuche nach einer Steyrer Kaufmannsfamilie

Johann Joseph von Koller im Jahre 1844 (Portrait im Museum der Stadt Steyr)

Hier am Stadtplatz Nr. 11 lebte und wirtschaftete die Familie Koller. Foto: Doris Hörmann

Franz Schubert war 1819 im Handelshaus der Koller (Stadtplatz Nr. 11) zu Gast und musizierte mit der Tochter „Pepi“.

Der Arkadenhof im ehemaligen Handelshaus der Koller (Stadtplatz Nr. 11). Foto: Doris Hörmann

Wer waren die „Koller“?
Spurensuche nach einer Steyrer Kaufmannsfamilie


Die in Steyr geborene Forscherin Doris Hörmann befasst sich im Rahmen ihrer Doktorarbeit mit der Steyrer Händlerfamilie Koller. Seit dem frühen 18. Jahrhundert hatte diese am Stadtplatz 11 eine bedeutende Eisenwarenhandlung besessen und lenkte von dort aus Geschäfte nach Paris, Rom und Konstantinopel.


Mit der Aufarbeitung der Geschichte dieser Familie erhoffe ich mir, auch mehr über das damalige Leben in Steyr zu erfahren. Wer waren die Menschen im Umfeld der Koller? Was haben sie damals konsumiert und besessen? Wie weit war das Handelsnetz in Europa und darüber hinaus gespannt? Mit welchen Unternehmerfamilien waren sie verbandelt?“, erzählt die an der Universität Salzburg tätige Historikerin. „Wir wissen einiges über die Steyrer Wirtschaftsgeschichte, über den Innerberger Erzabbau, die eisenverarbeitenden Betriebe im Enns-, Steyr- und Ramingtal, aber relativ wenig über die Handel-Treibenden im Einzelnen, vor allem nicht im 18. Jahrhundert. Gerade deshalb ist das Erforschen der Eisenhändlerfamilie Koller so faszinierend.“ Die Ergebnisse sollen noch vor der Oberösterreichischen Landesausstellung 2021 in Buchform erscheinen und den Steyrern damit ein weiteres Stück Stadtgeschichte schenken. Schließlich heißt es: Wer seine Geschichte nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen.

 

Grundlage der Forschung ist der reichhaltige Quellenbestand zur Familie Koller im Stadtarchiv Steyr, jedoch endet die dortige Überlieferung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Aus diesem Grund wendet sich die junge Historikerin nun an die Steyrer Bevölkerung und bittet um Hinweise zur Eisenhändlerfamilie Koller. Der letzte ihr bekannte Nachkomme ist Carl II. von Koller (1835-1905), ehemaliger Besitzer der Sandböck’schen Buchhandlung am Stadtplatz Nr. 33. Gefragt sind Quellen und Hinweise aller Art wie Dokumente, Rechnungen, Briefe, Fotos oder mündliche Überlieferungen.


Kontaktaufnahme per Telefon 0662/8044-4733 oder per E-Mail über doris.hoermann [AT] sbg.ac [DOT] at


Mit herzlichem Dank für Ihre Unterstützung!

Doris Hörmann, BA MA
Dissertantin am Fachbereich Geschichte
Universität Salzburg

 

 

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