Bauernkriege in Oberösterreich


Immer wieder kam es in Oberösterreich zu Aufständen der Bauern. Sie wehrten sich gegen zu hohe Steuern und Abgaben sowie zu harte Arbeitsleistungen, die für den Grundherren zu erbringen waren (Robot). Die Grundherren waren oft auch Geistliche; so besaßen etwa Klöster häufig viel Land. Daher lagen die Bauern manches Mal im Streit mit Klöstern. 1497 kam es z. B. zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Stift Schlägl im Mühlviertel und den Bauern aus der Region. Der Grund dafür waren die Art und Höhe der Abgaben, die nach dem Tod eines Bauern an das Kloster fallen sollten.

Bauernaufstände sind in Oberösterreich aber bereits seit 1356 in den Quellen belegt. Insgesamt werden bis 1848 in unserem Land 62 Auseinandersetzungen zwischen bäuerlichen Untertanen und ihren Obrigkeiten gezählt.

Zu Auseinandersetzungen kam es aber nicht nur wegen der Abgaben und Steuern, sondern auch wegen der Religionsausübung. Gerade am Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts wurden in Österreich die Maßnahmen gegen die Evangelischen immer härter, sie konnten ihren Glauben nur mehr unter großen Einschränkungen leben. Und der Glaube nahm für die Menschen damals eine zentrale Stellung im Leben ein.
So fanden die Bauernaufstände in Oberösterreich Ende des 16. Jahrhunderts und vor allem 1626 vor dem Hintergrund der so genannten Gegenreformation statt.

 

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