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Kapuziner

Kapuzinern
Kapuzinerorden

Der Orden der Kapuziner geht aus jenem der Franziskaner hervor. Der Franziskaner Matteo da Bascio verließ 1525 sein Kloster in Mittelitalien mit dem

Ziel, eine radikale Armut nach dem Vorbild Franz' von Assisi zu leben, und fand in manchen seiner MitbrĂŒder AnhĂ€nger. Der Franziskanerorden versuchte zwar diese Absplitterung zu verhindern, doch nachdem sich die AnhĂ€nger der Reform wĂ€hrend der Pest 1527 in Italien aufopfernd fĂŒr die Kranken und Sterbenden einsetzten, erließ Papst Klemens VII. 1528 ein Schutz- schreiben ("Religionis zelus"), das als GrĂŒndungsurkunde der neuen Reformbewegung

gilt.
Die BrĂŒder tragen eine braune Kutte, sie wurden daher vom Volk "Kapuziner" genannt.

1574 erlaubt Papst Gregor XIII. den Kapuzinern die Verbreitung ĂŒber Italien hinaus. Noch im selben Jahr fassten die BrĂŒder in Frankreich Fuß, 1578 gelangten sie nach Spanien und 1581 in den deutschen Sprach- raum. Erste Niederlassungen in Belgien, Österreich und Böhmen folgten. 1600 kamen die Kapuziner nach Bayern, nach Wien und nach Prag, 1615 nach Irland.
Dem Kapuzinerorden gehören heute weltweit etwa 11.000 Mitglieder an. Er ist nach den Franziskanern die zweitstÀrkste franziskanische Ordensgemeinschaft.

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