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CĂ€cilianismus

Eine Restaurierungsbewegung in der katholischen Kirchenmusik, die auf restaurativem Gedankengut fußt. Der CĂ€cilianimus (benannt nach der Patronin der Kirchenmusik, der hl. CĂ€icilia) setzte sich um etwa 1860 durch. Besonders geschĂ€tzt wurden in dieser Strömung der Gregorianische Choral und die polyphone Gesangsmusik des 16. Jahrhunderts, vor allem von Palestrina und Orlando di Lasso. Diese Werke waren auch das Vorbild fĂŒr Neukompositionen. Ordinarien aus der Zeit der Wiener Klassik fanden dagegen wenig Zustimmung.
Das Zentrum der Bewegung war Regensburg, von wo aus sich eine relativ strenge Richtung des CĂ€cilianismus (Allgemeiner deutscher CĂ€cilienverein) ausbreitete. In Österreich wurde demgegenĂŒber meist eine eher gemĂ€ĂŸigte Richtung des CĂ€cilianismus vertreten.

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