Forum O√Ė Geschichte

Maximilian I. Kaiser - Reformer - Mensch.

Zum 500. Todesjahr des letzten Ritters


Höfisches Turnier

"Wie der jung […] kunig in allen ritterspilen, auch in teutschen und welschen stechen ubertreffenlichen was."

In der Geschichte des Turniers nimmt Kaiser Maximilian I. eine Sonderstellung ein. Als einer der eifrigsten und besten Turnierreiter seiner Zeit widmete er diesem Sport besondere Aufmerksamkeit. Das Turnier war, losgel√∂st von der realen Schlacht, ein Ausdruck des vollkommenen, idealen Kampfes geworden. Es war f√ľr Maximilian aber auch ein politischer Akt. Alle gro√üen Ereignisse seiner Regierung wurden mit einem Turnier gefeiert. Es stellte f√ľr ihn das ideale Mittel dar, seine Bedeutung zu betonen und das Ansehen des Hauses Habsburg zu steigern.

Zur Zeit Maximilians war das Turnier ein sorgf√§ltig organisierter Sport geworden, dessen Ablauf durch eine Reihe ausgefeilter Regeln bestimmt wurde. Das Turnier wurde von einem Herold angek√ľndigt, der die Herausforderung im ganzen Reich verbreitete. Diese beinhaltete unter anderem die Art des Kampfes sowie die Waffen und R√ľstungen, die zum Einsatz kommen sollten. Dabei wurde grunds√§tzlich unterschieden zwischen dem Kampf zu Pferd mit Lanze und Schwert oder zu Fu√ü mit Spie√ü, Streitaxt und Schwert. Die Turnierfeste konnten mehrere Tage dauern und endeten immer mit einem n√§chtlichen Bankett.

 

In der Geschichte des Turniers nimmt Kaiser Maximilian I. eine Sonderstellung ein. Als einer der eifrigsten und besten Turnierreiter seiner Zeit widmete er diesem Sport besondere Aufmerksamkeit. Das Turnier war, losgel√∂st von der realen Schlacht, ein Ausdruck des vollkommenen, idealen Kampfes geworden. Es war f√ľr Maximilian aber auch ein politischer Akt. Alle gro√üen Ereignisse seiner Regierung wurden mit einem Turnier gefeiert. Es stellte f√ľr ihn das ideale Mittel dar, seine Bedeutung zu betonen und das Ansehen des Hauses Habsburg zu steigern.

Zur Zeit Maximilians war das Turnier ein sorgf√§ltig organisierter Sport geworden, dessen Ablauf durch eine Reihe ausgefeilter Regeln bestimmt wurde. Das Turnier wurde von einem Herold angek√ľndigt, der die Herausforderung im ganzen Reich verbreitete. Diese beinhaltete unter anderem die Art des Kampfes sowie die Waffen und R√ľstungen, die zum Einsatz kommen sollten. Dabei wurde grunds√§tzlich unterschieden zwischen dem Kampf zu Pferd mit Lanze und Schwert oder zu Fu√ü mit Spie√ü, Streitaxt und Schwert. Die Turnierfeste konnten mehrere Tage dauern und endeten immer mit einem n√§chtlichen Bankett.
 

Im Laufe der Zeit entstanden im Bereich des Turniersports verschiedene Varianten, die als Einzel- oder Gruppenkämpfe zu Pferd oder zu Fuß ausgetragen wurden.

Beim Freiturnier simulierte man in bereits ritualisierter Form den Kampf des Ritterheeres im Feld mit der Verwendung von Lanze und Schwert.

Das ‚ÄěGestech‚Äú bestand in einem Zweikampf mit stumpfer Lanze. Die Gegner versuchten einander aus dem Sattel zu stechen. Diese Turnierart wurde in drei Varianten ausge√ľbt, wobei beim ‚ÄěWelschen Gestech‚Äú die Gegner durch eine h√∂lzerne Wand voneinander getrennt waren, √ľber die hinweg sie mit Lanzen aufeinander einstachen.

Dem sogenannten Rennen verhalf Maximilian zu seinem Platz bei den gro√üen Turnierfesten. Bis zu acht verschiedene Rennarten waren m√∂glich, bei denen in erster Linie mechanische Details den Ablauf variierten. Traf eine Lanze genau in das Zentrum des gegnerischen Schilds, so wurde dieses aufgrund eines Federmechanismus √ľber den Reiter hinweg in die Luft katapultiert.

Neben dem ritterlichen Zweikampf zu Pferd gab es noch den ritterlichen Zweikampf zu Fuß. Er wurde mit einem Spieß, einer Streitaxt, einem Schwert oder Dolch ausgetragen.
 


Dokumentation zur Sonderausstellung "Kaiser Maximilian I. - Kaiser - Reformer - Mensch. Zum 500. Todesjahr des letzten Ritters" im Museum der Stadt Wels - Burg vom 21. März - 27. Oktober 2019.

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