Forum O√Ė Geschichte

Maximilian I. Kaiser - Reformer - Mensch. Zum 500. Todesjahr des letzten Ritters


Kaiser Maximilian I. und die Politik

Diplomatie und Krieg stellten f√ľr Maximilian Mittel der Politik dar. Die Heirat mit Maria von Burgund brachte ihn auf die B√ľhne der gro√üen europ√§ischen Staatsf√ľhrung, welche ihm sein √∂sterreichisches Erbe nie er√∂ffnet h√§tte. √úber Burgund kam er zum B√ľndnis mit Spanien und England und zum Kampf um Italien gegen Frankreich. Die spanischen Heiraten und die spanische Erbfolge sowie die ungarische Doppelhochzeit begr√ľndeten das Weltreich der Habsburger. Die erfolgreiche K√∂nigswahl und die Kaiserkrone setzten den Schlussstein auf diese Politik.

Es folgten gro√üe Reformen, eine Hauptaufgabe, die sein ganzes Leben dauerte und nicht immer von Erfolg gekr√∂nt war. Die Verwaltungsreform in den √∂sterreichischen L√§ndern brachte eine vollkommene Verschriftlichung der Administration. Die dadurch erzielte bessere Kontrolle sollte sich auch in der Einf√ľhrung von territorialen Einheiten im Reich, den sogenannten Reichskreisen, niederschlagen. Mit der Gr√ľndung des Reichskammergerichts entstand ein rechtsstaatliches Steuerungselement. Der Verzicht auf die Fehde, die Proklamation des Ewigen Landfriedens und die Einrichtung eines unabh√§ngigen obersten Gerichts gehen auf Maximilian zur√ľck.
 


Dokumentation zur Sonderausstellung "Kaiser Maximilian I. - Kaiser - Reformer - Mensch. Zum 500. Todesjahr des letzten Ritters" im Museum der Stadt Wels - Burg vom 21. März - 27. Oktober 2019.

© 2020