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Maximilian I. Kaiser - Reformer - Mensch. Zum 500. Todesjahr des letzten Ritters


Kaiser Maximilian I. und seine Selbstdarstellung

Kaiser Maximilian I. kann als Meister der Selbstdarstellung beschrieben werden. Als Herrscher inszenierte er gekonnt das Bild seiner Erscheinung f√ľr die Nachwelt. Bereits zu Lebzeiten lie√ü er hervorragende K√ľnstler wie Albrecht D√ľrer und Hans Burgkmair an der Verbildlichung seiner Person und seines Wirkens arbeiten. Normales Ma√ü galt ihm wenig, sodass viele seiner politischen und k√ľnstlerischen Pl√§ne einen Hang zur Gigantomanie hatten. Der Ehre und des Nachruhms wegen wollte er nach eigener Aussage kein K√∂nig des Geldes sein, sondern ein kriegerisches Regiment f√ľhren. Erinnern sollte man sich an ihn als den gr√∂√üten Kaiser seit Karl dem Gro√üen, als den ‚ÄěGro√ü Waidmann‚Äú, wie Maximilian sich in seinem Jagdbuch nennt, als den gl√§nzenden und weisen K√∂nig, aus dem von ihm verfassten Heldenepos ‚ÄěWei√ükunig‚Äú, als freudigen jungen Ritter in der Bildgeschichte ‚ÄěFreydal‚Äú.

Dem sich selbst verherrlichenden Ritter stand das Bild einer Pers√∂nlichkeit gegen√ľber, die zwar volksnah, gutm√ľtig und verschwenderisch, aber auch unausgewogen, wankelm√ľtig und grausam sein konnte. Besonders die V√∂lker, die durch Maximilian mit Krieg √ľberzogen wurden, sahen in ihm nur den gierigen Eroberer.
 



Dokumentation zur Sonderausstellung "Kaiser Maximilian I. - Kaiser - Reformer - Mensch. Zum 500. Todesjahr des letzten Ritters" im Museum der Stadt Wels - Burg vom 21. März - 27. Oktober 2019.

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