Forum OÖ Geschichte

Maximilian I. Kaiser - Reformer - Mensch.

Zum 500. Todesjahr des letzten Ritters


Kaiser Maximilian I. und das Kriegswesen

Im Kriegswesen kommt es zur Zeit Kaiser Maximilians zu vielfĂ€ltigen technischen und taktischen Neuerungen. Besonders in den Bereichen der Artillerie, des RĂŒstungs- und Zeugwesens sowie des Fußvolks schuf Maximilian neue militĂ€rische Strukturen. Diese behielten fĂŒr lange Zeit Geltung.

Als erster Kriegsherr teilte er die Artillerie in genau festgelegte GeschĂŒtztypen nach Kaliber, Leistung und Zweck und vereinheitlichte die Rohre und Geschosse.

Weiters hatte er erkannt, dass den großen, einheitlich bewaffneten, durch hohe Disziplin gekennzeichneten Formationen des Fußvolks die Zukunft gehörte. Die von ihm geschaffene Kampftruppe erhielt die Bezeichnung „Landsknechte“. Sie bildeten ein Vertragsheer, das fĂŒr seine Dienstleistung entlohnt wurde. Das Fußvolk war neben der Reiterei und der Artillerie zum Kern des Heeres geworden.

Um im Kriegsfall den Nachschub an Waffen, Munition und GerĂ€tschaften sicherzustellen, schuf Maximilian mit dem Zeugwesen einen VorlĂ€ufer der heutigen „technischen Truppe“, deren Aufgaben im Wesentlichen die gleichen geblieben sind.
 


Dokumentation zur Sonderausstellung "Kaiser Maximilian I. - Kaiser - Reformer - Mensch. Zum 500. Todesjahr des letzten Ritters" im Museum der Stadt Wels - Burg vom 21. MĂ€rz - 27. Oktober 2019.

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