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Vortragsreihe "Weltwirtschaftskrisen in Geschichte und Gegenwart" | Diagnosen der Krise | 21.10.2019 | VHS Linz

Ao. Univ.-Prof. Dr. Andreas Novy, Wien

Das erwachte Interesse an Karl Polanyi resultiert aus der vermeintlichen Relevanz seiner Analyse der großen Krise der 1930er Jahre zum VerstĂ€ndnis aktueller UmbrĂŒche...

WELTWIRTSCHAFTSKRISEN IN GESCHICHTE UND GEGENWART
Wirtschaftskrisen gelten oft als Ausnahme vom Normalzustand des Wachstums. Doch Krisen gehören zum Kapitalismus wie das Amen im Gebet. Sie sind die Kehrseite seiner enormen Wachstumsdynamik. Sie greifen von der Wirtschaft auf Gesellschaft, Kultur und Politik ĂŒber und erreichen – wie die „Great Depression“ der 1930er Jahre – oft globale Ausmaße. Die Vortragsreihe behandelt Ursachen, VerlĂ€ufe und Folgen vergangener Weltwirtschaftskrisen. Damit liefert sie das historische RĂŒstzeug, um heutige Krisen besser zu begreifen.

Jeweils Montag, ab 14.10.2019, Beginn 19.00
Wissensturm, Veranstaltungssaal E.09
Eintritt frei!

 

Moderation
Marcus GrĂ€ser ist Institutsvorstand und Professor fĂŒr Neuere Geschichte und Zeitgeschichte an der Johannes Kepler UniversitĂ€t Linz. Er hat Mittlere und Neuere Geschichte, Soziologie und Politikwissenschaft an der UniversitĂ€t Frankfurt am Main studiert.
Ernst Langthaler ist Historiker und Institutsvorstand und Professor fĂŒr Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Johannes Kepler UniversitĂ€t sowie ehemaliger Leiter des Instituts fĂŒr Geschichte des lĂ€ndlichen Raumes in St. Pölten.

Veranstalter
VHS Linz in Kooperation mit dem Institut fĂŒr Neuere Geschichte und Zeitgeschichte und dem Institut fĂŒr Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der VHS Linz.

Diagnosen der Krise 21.10.2019
Ao. Univ.-Prof. Dr. Andreas Novy, Wien

Das erwachte Interesse an Karl Polanyi resultiert aus der vermeintlichen Relevanz seiner Analyse der großen Krise der 1930er Jahre zum VerstĂ€ndnis aktueller UmbrĂŒche. Doch wie analysierte Polanyi diese Krise und worin unterschied er sich von Zeitgenossen? Wie Keynes stellte er einen engen Zusammenhang zwischen Wirtschaftsliberalismus und Krise her. Doch ordnete er die UmbrĂŒche, die auf die Weltwirtschaftskrise nach 1929 folgten, in grĂ¶ĂŸere ZusammenhĂ€nge, insbesondere einen lĂ€ngeren historischen Kontext, ein. Diverse Gegenbewegungen gegen die Durchsetzung einer Marktgesellschaft kulminierten, so Polanyi, in den 1930er Jahren in reaktionĂ€ren und progressiven Politiken der Deglobalisierung.

Weitere Informationen zur Vortragsreihe:
https://vhskurs.linz.at//index.php?kathaupt=11&knr=19.13020&kursname=Weltwirtschaftskrisen+in+Geschichte+und+Gegenwart
 

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