Forum OÖ Geschichte

Vortragsreihe "Weltwirtschaftskrisen in Geschichte und Gegenwart" | Krise und Gesellschaft | 28.10.2019 | VHS Linz

Dr.in Irina Vana, Wien

Darstellungen der sozialen Auswirkungen wirtschaftlicher Krisen fokussieren oft auf Arbeitslosigkeit und damit verbundenen Problemlagen.

WELTWIRTSCHAFTSKRISEN IN GESCHICHTE UND GEGENWART
Wirtschaftskrisen gelten oft als Ausnahme vom Normalzustand des Wachstums. Doch Krisen gehören zum Kapitalismus wie das Amen im Gebet. Sie sind die Kehrseite seiner enormen Wachstumsdynamik. Sie greifen von der Wirtschaft auf Gesellschaft, Kultur und Politik ĂŒber und erreichen – wie die „Great Depression“ der 1930er Jahre – oft globale Ausmaße. Die Vortragsreihe behandelt Ursachen, VerlĂ€ufe und Folgen vergangener Weltwirtschaftskrisen. Damit liefert sie das historische RĂŒstzeug, um heutige Krisen besser zu begreifen.

Jeweils Montag, ab 14.10.2019, Beginn 19.00
Wissensturm, Veranstaltungssaal E.09
Eintritt frei!


Moderation
Marcus GrĂ€ser ist Institutsvorstand und Professor fĂŒr Neuere Geschichte und Zeitgeschichte an der Johannes Kepler UniversitĂ€t Linz. Er hat Mittlere und Neuere Geschichte, Soziologie und Politikwissenschaft an der UniversitĂ€t Frankfurt am Main studiert.
Ernst Langthaler ist Historiker und Institutsvorstand und Professor fĂŒr Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Johannes Kepler UniversitĂ€t sowie ehemaliger Leiter des Instituts fĂŒr Geschichte des lĂ€ndlichen Raumes in St. Pölten.

Veranstalter
VHS Linz in Kooperation mit dem Institut fĂŒr Neuere Geschichte und Zeitgeschichte und dem Institut fĂŒr Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der VHS Linz.


Krise und Gesellschaft 28.10.2019
Dr.in Irina Vana, Wien

Darstellungen der sozialen Auswirkungen wirtschaftlicher Krisen fokussieren oft auf Arbeitslosigkeit und damit verbundenen Problemlagen. Doch dieses VerstĂ€ndnis von Wirtschaftskrisen wurde erst in den 1930er Jahren dominant. Die Analyse verschiedener Auskommens-Strategien anhand von autobiographischen Texten ĂŒber die 1930er Jahre zeigt, wie das sozioökonomische KrisenverstĂ€ndnis gegenĂŒber dem persönlich erlebten Mangel ausdifferenziert wurde. WĂ€hrend Arbeitslosigkeit als soziale Problemlage und wirtschaftliches Risiko gefasst wurde, blieb die Armut ein individuelles Problem. Diese Grenzziehungen sind nicht nur historisch relevant, sondern bilden auch heute ein zentrales Konfliktfeld, das auf systematische LĂŒcken der in der Zwischenkriegszeit etablierten sozialstaatlichen Sicherungssysteme verweist.

Weitere Informationen:
https://vhskurs.linz.at//index.php?kathaupt=11&knr=19.13020&kursname=Weltwirtschaftskrisen+in+Geschichte+und+Gegenwart

 

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