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Der Bundschuh. Heimatkundliches aus dem Inn- und Hausruckviertel | PrÀsentation des 23. Bandes | 3. November in Ried im Innkreis | 4. November 2020 in Kopfing

Am 3. November 2020 wird in den Sparkassen-Stadtsaal nach Ried und am 4. November 2020 nach Kopfing ins Gasthaus Kirchenwirt zur PrÀsentation des 23. Bandes der Schriftenreihe "Der Bundschuh" geladen. Die PrÀsentation der einzelnen BÀnde erfolgt durch Mag. Wolfgang Marschall.

Die Kulturabteilung der Stadtgemeinde Ried im Innkreis und die Marktgemeinde Kopfing laden herzlich zur PrĂ€sentation  der 23. Ausgabe der Schriftenreihe "Der Bundschuh - Heimatkundliches aus dem Inn- und Hausruckviertel" ein.

Dienstag, 3. November 2020 | 19:00 Uhr - Sparkassen-Stadtsaal Ried im Innkreis
Mittwoch, 4. November 2020 | 19:00 Uhr - Gasthaus Kirchenwirt, Kopfing
 

Zum Inhalt der 23. Ausgabe:
Unter dem Titel „Jupiter im Pfarrhof“ spĂŒren Regina Klingraber und RenĂ© Ployer der Römerzeit in Eferding nach und Johann Stelzhammer befasst sich mit der Frage, was das Geschlecht der Eitzinger mit der Herrschaft Lichtenstein bei Mödling verbindet. Mit der Vielzahl der Brunnen, die in SchĂ€rding vom Mittelalter bis in die Gegenwart entstanden sind, beschĂ€ftigt sich Rudolf Lessky. Peter Fußl setzt sich mit dem Beruf des Abdeckers, auch Schinder oder Wasenmeister genannt, auseinander und hĂ€lt fest, dass dieser, obwohl er ĂŒber viele Jahrhunderte fĂŒr die Hygiene und damit auch fĂŒr die Gesundheit von Mensch und Tier eine wichtige Rolle spielte, stets zu den so genannten unehrlichen Berufen zĂ€hlte. Dem bayerischen Beamten Georg PflĂŒgel zu Wolfsegg, der zu Beginn des DreißigjĂ€hrigen Kriegs und beim Oberösterreichischen Bauernkrieg des Jahres 1626 mitgewirkt hat, widmet sich Oswin Rutz und Fritz Strohbach behandelt die FranzoseneinfĂ€lle der Jahre 1800, 1805 und 1809 im Hausruckviertel. Geschichte und Geschichten aus der Braunauer Unterwelt gehen Manfred und Tamara Rachbauer auf den Grund und ĂŒber hervorragende Schmiedearbeiten im Innviertel aus der WerkstĂ€tte des fĂŒrstbischöflichen Hofschlossers Hans Messner weiß Wolfgang Auer zu berichten. Wilhelm Tischer verfasste einen Beitrag ĂŒber den MĂŒnzkirchner Maler Ignaz Dullinger, der nach seinem Studium an der Akademie der bildenden KĂŒnste in Wien fĂŒr kurze Zeit der Zeichenlehrer des spĂ€teren Kaisers Franz Joseph I. wurde und dessen Erstkommunion auf einem Aquarell festhielt. Den Andachtsbildern des 19. Jahrhunderts in der Sammlung des Museums Innviertler Volkskundehaus widmet sich Carolin Spitzer und stellt fest, dass es sich um kleine SchĂ€tze von enormem Wert handelt. Michael Neureiter macht darauf aufmerksam, dass fĂŒr die junge Stadt Ried 1868 fĂŒr den Kirchturm und 1870 fĂŒr das Rathaus Turmuhren der Firma Mannhardt angeschafft wurden. Einer Naturkatastrophe in der Gemeinde Hochburg-Ach im Jahr 1894 widmet sich Regina Kaltenbrunner und ĂŒber das Schaup`sche Haus am Hauptplatz und den Tanzsaal am Kirchenplatz berichtet Leopold Heinrich Ammerer. Zum Manöver 1912 im Inn- und Hausruckviertel hĂ€lt Engelbert Lagler fest, dass gegen das Wetter auch ein Erzherzog nicht ankann. Franz Buchinger und Franz Schwendner lassen angesichts der Coronavirus-Krise von 2020 Erinnerungen an die „Spanischen Grippe“ vor 100 Jahren wach werden und halten Verlauf und TodesfĂ€lle der Pandemie im Bezirk Ried fest. Unter dem Titel „A schene Leich“ schildert Irmgard Maier TotenbrĂ€uche im Innviertel. Der KĂŒnstlerfamilie Feja-Horn widmet sich Siegfried Klinglhuber und Hermann HĂŒtter schreibt ĂŒber Leben und Werk des gleichnamigen Malers. Über den frĂŒheren Rieder MesseprĂ€sidenten Emil Böhm weiß Gottfried Gansinger zu berichten. „Briefe zum Überleben“ ist der Titel des Berichts von Ewald Ratzenböck ĂŒber die Kriegsgefangenschaft von Josef Niedermayer aus Taufkirchen an der Pram 1945-1948 im ehemaligen Jugoslawien und Johann Klaffenböck gedenkt der zehn Todesopfer, die 1943 bei vier FlugzeugabstĂŒrzen in Kopfing ums Leben gekommen sind. Die Erinnerungen an die Volksfeste ihrer Kindheit hat Auguste Erlachner niedergeschrieben.

Die naturkundlichen BeitrĂ€ge beschĂ€ftigen sich mit dem ehemaligen Meeresstrand von Allerding (Franz Berger), dem Kaolin von MĂŒnzkirchen (Albert Ulbig), Pilzfunden in und um Ried im Innkreis (Heinz Forstinger), MaulbeerbĂ€umen und Seidenraupen (Michael Hohla), dem Garten als Naturoase und Paradies fĂŒr viele Mitbewohner (Claudia Ortner) und mit den RĂŒckhaltebecken Hof/Pattigham, Rettenbrunn/Neuhofen und Wötzling/Hohenzell als Hochwasserschutz und Entstehung neuer LebensrĂ€ume (Johanna Samhaber)

Der 23. Band (Hardcover mit cellophaniertem Überzug, Format: 21 x 28 cm, Umfang: 216 Seiten, durchgehend 4-fĂ€rbig gedruckt) erscheint im Verlag Hammerer und ist zum Preis von € 21,90 im Museum Innviertler Volkskundehaus und im Buchhandel, sowie direkt bei Hammerer GmbH erhĂ€ltlich.

Um Anmeldung zu beiden Veranstaltungen bis spÀtestens 2. November 2020 unter: kultur@ried.gv.at oder Tel. 07752/901 Dw. 302 wird gebeten.
Änderungen und Absagen sind vorbehalten.

Aufgrund der Pandemie COVID-19 gelten bei der Veranstaltung die allgemeinen Distanz- und Hygienerichtlinien. Die Anzahl der teilnehmenden Personen ist begrenzt.
 

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