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Glaube? Aberglaube? - Volksfr├Âmmigkeit | Kulturgut Hausruck


SAGENFIGUREN

Zwerge, Wichtel

Sie waren einst Totengeister oder Hausgeister, die man kultisch verehrte. In Sagen hei├čt es, sie h├Ątten die H├Ąuser verlassen, weil sie das L├Ąuten der Kirchenglocken nicht ertragen konnten. Die vorchristlichen Totengeister wurden also durch das Christentum vertrieben, die Christen verboten auch Opfer an sie.

Die meisten Zwergensagen gibt es dort, wo fr├╝hgeschichtliche Siedlungsreste oder Grabh├╝gel zu finden sind, weil man glaubte, ├╝ber diese w├╝rden die Totengeister wachen.

Mit der Zeit gewannen sie menschliche Z├╝ge und verwandelten sich in kleinw├╝chsige Menschen.

In der Sage leben sie in Familien und unterstehen einem Zwergenk├Ânig. Sie beherrschen die Schmiedekunst und tragen Tarnkappen. Meist sind sie den Menschen gegen├╝ber freundlich und hilfsbereit, au├čer man beleidigt sie.

Sie werden auch immer als Schatzh├╝ter gesehen, die im Berg arbeiten. Menschen werden von ihnen manchmal mit scheinbar wertlosen Gegenst├Ąnden beschenkt, die sich dann sp├Ąter als wertvoll erweisen.
 


Dokumentation der Ausstellung "Glaube? Aberglaube? ÔÇô Volksfr├Âmmigkeit" im Kulturgut Hausruck vom 26. April bis 2. November 2014.

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