Forum O√Ė Geschichte

Die Freist√§dter B√ľchsensch√ľtzen


Sch√ľtzenscheiben erz√§hlen Geschichten

Sch√ľtzenscheiben erz√§hlen Geschichten √ľber gro√üe historische Ereignisse oder kleine lokale Geschehnisse, √ľber angesehene Pers√∂nlichkeiten oder unbeliebte G√§ste, √ľber Sitten und Gebr√§uche, Kurioses und Emotionales.

Bölzelschießen

Zu Gast bei der Familie Mozart
Zur Mozartzeit, im 18. Jahrhundert, bestimmen unterhaltsame Begegnungen und Spiele das gesellschaftliche Leben. In der kalten Jahreszeit trifft man sich an Sonn- und Feiertagen zum B√∂lzelschie√üen mit Windb√ľchsen und zum Kartenspielen. Auch Musik, Tanz und gutes Essen sind fester Bestandteil dieser Lustbarkeiten und geh√∂ren zum Freizeitvergn√ľgen dazu.
In Briefen von Vater Leopold werden die Sch√ľtzentreffen genau beschrieben. Es handelt sich um Zimmerschie√üen mit Windb√ľchsen. Der Wettstreit l√§uft nach strengen Regeln ab, geschossen wird freih√§ndig und auch bei Kerzenlicht. Ein Bestgeber ist stets auch Scheibenstifter. Nat√ľrlich darf auch eine Sch√ľtzenlade bei diesem Ereignis nicht fehlen. 1777 stiftet W. A. Mozart als Bestgewinner eine B√∂lzelscheibe. F√ľr die √ľberm√ľtige Gesellschaft erfindet er h√§ufig derb-komische Geschichten und Spr√ľche und gibt von Paris aus eine Scheibe mit folgender Beschreibung in Auftrag:
‚Äě‚Ķdie scheiben, wens es nicht zu sp√§t ist, bitte ich mir so aus, ein kleiner Mensch mit lichten haaren steht geb√ľckt da, und zeigt den blosen arsch her. Aus seinem Mund gehen die Wort, guten appetit zum schmaus. Der andere wird gemacht, in stiefl und sporn, ein roths kleid, eine sch√∂ne Per√ľcke nach der Mode; er mu√ü von mitterer gr√∂sse seyn, er wird in der Positur vorgestellt wie er den anderen just am arsch leckt, aus seinem Mund gehen die worte. ach, da geht man dr√ľber n‚Äôaus. so, ich bitte. ‚Ķ‚Äú
 

Autoren: Alois Preinfalk,Stefanie Fragner, 2020
 


StŇôeleck√© terńće vypr√°vńõj√≠ pŇô√≠bńõhy

StŇôeleck√© terńće n√°m l√≠ńć√≠ pŇô√≠bńõhy o velk√Ĺch historick√Ĺch ud√°lostech nebo m√≠stn√≠m dńõn√≠, o v√°Ňĺen√Ĺch osobnostech ńći neobl√≠ben√Ĺch hostech, o zvyc√≠ch a obyńćej√≠ch, o kuriozit√°ch a emoc√≠ch.
 

StŇôelba Ň°ipkami

Hostem u Mozartovy rodiny
V Mozartovńõ dobńõ v 2. polovinńõ 18. stolet√≠ vyplŇąovala spoleńćensk√Ĺ Ňĺivot z√°bavn√© seŇ°losti a hry. V zimn√≠ch mńõs√≠c√≠ch se lid√© setk√°vali o nedńõl√≠ch a sv√°tc√≠ch, aby si zastŇô√≠leli Ň°ipkami ńći ze vzduchovek anebo si zahr√°li karty. Pevnou souńć√°st√≠ tńõchto kratochv√≠l√≠ byly t√©Ňĺ hudba, tanec a dobr√© j√≠dlo.

V dopisech Mozartova otce Leopolda jsou stŇôeleck√© seŇ°losti pŇôesnńõ pops√°ny. Jednalo se o stŇôelbu vzduchovkami v interi√©ru. SoutńõŇĺe se konaly podle pŇô√≠sn√Ĺch pravidel, stŇô√≠lelo se volnou rukou pŇôi svitu sv√≠ńćek. Poskytovatel v√Ĺhry byl z√°roveŇą i don√°torem terńće. Roku 1777 daroval jeden terńć i samotn√Ĺ W. A. Mozart. Ten ńćasto vym√ĹŇ°lel pro bujarou spoleńćnost Ňĺertovn√© neomalen√© pŇô√≠bńõhy a poŇôekadla, a terńć objednal z PaŇô√≠Ňĺe tńõmito slovy:

‚Äě‚Ķterńć, nen√≠-li uŇĺ pozdńõ, si pŇôeji takto: Mal√Ĺ ńćlovńõk se svńõtl√Ĺmi vlasy stoj√≠ ohnut a ukazuje hol√Ĺ zadek, z √ļst mu jdou slova: Dobrou chuŇ• k hodokvasu! Druh√Ĺ nechŇ• je ve vysok√Ĺch bot√°ch s ostruhami, v ńćerven√Ĺch Ň°atech, s pńõknou parukou podle m√≥dy, mus√≠ b√Ĺt stŇôedn√≠ho vzrŇĮstu, v pozici, jak prvn√≠mu l√≠Ňĺe zadek, Ňôka pŇôitom: Ach, tudy vede cesta‚Ķ Tak si to Ňĺ√°d√°m‚Ķ‚Äú
 

√úbersetzung: Veronika, Katarina und Kristyna Krabatschova, 2020
 


Dokumentation zur Sonderausstellung "Die Freist√§dter B√ľchsensch√ľtzen" im M√ľhlviertler Schlossmuseum Freistadt vom 27. Juni bis 3. Oktober 2020.

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