Forum O├ľ Geschichte

Die Freist├Ądter B├╝chsensch├╝tzen


Waffen des 15. bis 19. Jahrhunderts

Zum Zielschie├čen standen Sch├╝tzen Armbrust und B├╝chse zur Verf├╝gung. Das Freischie├čen mit B├╝chsen war jedoch h├Ąufig mit h├Âheren Preisen und lustigeren Br├Ąuchen verbunden.

Das Schie├čen mit Feuerwaffen
Ab dem 15. Jahrhundert sind Vorderladerb├╝chsen auf den Schie├čst├Ątten gebr├Ąuchlich. Geladen werden die Feuerwaffen mit Schwarzpulver und einer Bleikugel durch die Laufm├╝ndung. Das Laufende ist verschlossen und verf├╝gt ├╝ber ein kleines Z├╝ndloch. Je nachdem wie der Funke die Treibladung z├╝ndet, wird von einer Luntenschlossb├╝chse (Lunte), einer Steinschlossb├╝chse (Feuerstein), einer Radschlossb├╝chse (Schwefelkies) oder einer Perkussionswaffe (Z├╝ndh├╝tchen) gesprochen.

Die Sch├╝tzen tragen stets einen Sch├╝tzenbeutel mit sich, in dem sich wichtige Ladeutensilien, wie Unschlitt zum Fetten der ÔÇ×PflasterlÔÇť, Feuersteine und Bleikugeln befinden. F├╝r die Luntenschlossb├╝chsen gibt es besondere Vorschriften. Dem Sch├╝tzen ist es streng verboten, selbst Feuer oder glimmende Schw├Ąmmchen zum Schie├čstand mitzubringen. Sobald sich der Sch├╝tze in der richtigen Position zum Schie├čen befindet, wird ihm vom Anz├╝nder das Feuer gereicht.

Spa├č und Unterhaltung
Im 16. und 17. Jahrhundert unterst├╝tzen sogenannte Pritschenmeister den Sch├╝tzenmeister bei seinen Aufgaben. Sie sorgen aber auch als Spa├čmacher, mancherorts im Narrenkost├╝m, f├╝r gute Unterhaltung. Bei Verfehlungen werden sowohl Sch├╝tzen als auch Zuschauer vom Sch├╝tzenmeister zum ÔÇ×PritschenÔÇť verurteilt. F├╝r das Publikum gut einsehbar m├╝ssen sich diese mit dem Bauch auf eine Pritsche legen, wo ihnen mit einem Pritschenschl├Ąger klatschend Schau-Strafschl├Ąge verpasst werden.
 

Autoren: Alois Preinfalk,Stefanie Fragner, 2020
 


Zbran─Ť od 15. do 19. stolet├ş.

Pro st┼Öelbu na ter─Ź byly k dispozici ku┼íe a pu┼íky. St┼Öelba z pu┼íky byla ─Źasto spojov├ína s hodnotn─Ťj┼í├şmi cenami a z├íbavn─Ťj┼í├şm pr┼»b─Ťhem.

St┼Öelba z paln├Żch zbran├ş
Od 15. stolet├ş se na st┼Öelnic├şch pou┼ż├şvaly pu┼íky p┼Öedovky. Zbran─Ť se nab├şjely ─Źern├Żm prachem a olov─Ťnou kulkou skrz ├║st├ş hlavn─Ť. Konec hlavn─Ť byl uzav┼Öen a m─Ťl mal├Ż z├ípaln├şk. V z├ívislosti na tom, jak jiskra zap├íl├ş n├íboj, rozezn├ív├íme pu┼íky s doutn├íkov├Żm z├ímkem, pu┼íky na k┼Öesadlov├Ż z├ímek, pu┼íky na kole─Źkov├Ż z├ímek nebo perkusn├ş zbran─Ť.

St┼Öelci s sebou v┼żdy nosili st┼Öeleckou bra┼ínu, obsahuj├şc├ş p┼Öedm─Ťty nezbytn├ę pro nab├şjen├ş zbran├ş, jako je l┼»j na maz├ín├ş, pazourky a olov─Ťn├ę st┼Öely. Pro pu┼íky s doutn├íkov├Żm z├ímkem platily zvl├í┼ítn├ş p┼Öedpisy. Bylo nap┼Ö├şklad p┼Ö├şsn─Ť zak├íz├íno, aby st┼Öelec na st┼Öelnici p┼Öi┼íel s ohn─Ťm nebo s doutnaj├şc├ş houbi─Źkou. Jakmile se ocitl ve spr├ívn├ę st┼Öeleck├ę poloze, jeho pomocn├şk mu podal ohe┼ł k zap├ílen├ş zbran─Ť.

Z├íbava a rozpt├Żlen├ş
V 16. a 17. stolet├ş m─Ťl st┼Öeleck├Ż mistr k ruce pomocn├şka, tzv. Pritschenmeistera. Ten se mimo jin├ę staral rovn─Ť┼ż o dobrou z├íbavu host┼», n─Ťkdy se od├şval i do kost├Żmu bl├ízna. St┼Öelmistr mohl odsoudit nezd├írn├ę st┼Öelce, ale i div├íky k t─Ťlesn├ęmu trestu. Provinilec se polo┼żil p┼Öed publikem na pry─Źnu a Pritschenmeister mu pro obveselen├ş publika vys├ízel ┼ía┼íkovskou pl├íca─Źkou (Pritsche) n─Ťkolik ran.
 

├ťbersetzung: Veronika, Katarina und Kristyna Krabatschova, 2020
 


Dokumentation zur Sonderausstellung "Die Freist├Ądter B├╝chsensch├╝tzen" im M├╝hlviertler Schlossmuseum Freistadt vom 27. Juni bis 3. Oktober 2020.

┬ę 2021