Die Roten Kreuze, eines der letzten Rätsel Europas – Projekt auf www.landessagen.at

am 22.02.2016
 von [EK]
Ein Sammelaufruf des Vereins Kultur Plus

 

 „Das Geheimnis der roten Kreuze“ nannte Ernst Fietz seinen 1978 in den OÖ. Heimatblättern erschienenen Beitrag. 2011 waren sie Thema der Ausstellung Schande, Folter, Hinrichtung, denn es dürfte sich um Rechtsdenkmäler handeln. Eine Funktion der Roten Kreuze scheint gesichert: Zur Zeit der Landgerichte waren manche Kreuze Übergabestellen von Delinquenten an das Hochgericht.

 

 

 

 

 

„Ein einsames Kreuz in der freien Natur oder im Wald stimmt den aufmerksamen Wanderer irgendwie nachdenklich, und das umso mehr, wenn das Kreuz rot gefärbt ist, als wollte es auf sich aufmerksam machen“. Diese Beobachtung von Ernst Fietz, der als Geometer das Land gut kannte, ist sicher richtig. Denn wenn sie Grenzen markierten, mussten sie schon von weitem aufmerksam machen: Achtung Grenzübertritt! Fietz führt für Oberösterreich 37 Rote Kreuze an. Weiters 3 Rote Kreuzkapellen, 1 Rote Kreuz Säule, 1 Roter Herrgott, 2 Rote Marter, 4 Weiße Kreuze, 1 Weiße Marter, 1 Schwarze Marter, 1 Blaues Kreuz, 1 Gelbes Kreuz sowie 1 Grünes Kreuz. Er schreibt weiter: „Jedenfalls überwiegt die rote Farbe, zumindest dem Namen nach, weil nicht jedes 'Rote' Kreuz auch wirklich rot gefärbt ist. Das gleiche gilt auch von den anderen Farben.“

 

 

 

 

 

Schriftlich ist wenig über die farbigen Kleindenkmäler bekannt. Ernst Fietz stellte daher zu Beginn seiner Arbeit die Frage was „der Volksmund berichtet“. Diese Frage zu beantworten ist wichtig, denn die mündliche Überlieferung hält Wissenwertes über Geschichte und Funktion dieser Rechtsdenkmäler fest, die sich in ganz Europa finden.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein umfassender Beitrag von Dr. Elisabeth Schiffkorn zum Thema ist nachzulesen auf: http://www.landessagen.at/index.php?id=298

 

 

 

 

 

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Text: Kultur Plus/ Dr. Elisabeth Schiffkorn