Eröffnung des Lern- und Gedenkortes "Charlotte-Taitl-Haus" in Ried im Innkreis am 16. Mai 2017

am 28.04.2017
 von [EK]
Am 16. Mai 2017 wurde der Lern- und Gedenkort Ried im Innkreis im Charlotte-Taitl-Haus, der zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus im Bezirk Ried im Innkreis eingerichtet wurde, eröffnet.

Eröffnung des Lern- und Gedenkortes "Charlotte-Taitl-Haus" in Ried im Innkreis am 16. Mai 2017

Am 16. Mai wurde im "Charlotte-Taitl-Haus" in Ried im Innkreis ein Lern- und Gedenkort eröffnet, der an die Opfer des Nationalsozialismus im Bezirk erinnert. Nach der Begrüßung durch Vizebürgermeister Thomas Dim wurde durch die Leiterin der Rieder Kulturabteilung Dr.in Sieglinde Frohmann das Projekt „Lern- und Gedenkort“ vorgestellt. Es folgte eine Interreligiöse Intervention durch Prof. Dr. Thomas Schlager-Weidinger, den Leiter des Z.I.M.T. – Zentrum für interreligiöses Lernen, Migrationspädagogik und Mehrsprachigkeit an der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz imd eine Ansprache von Bürgermeister Albert Ortig. Die Eröffnung des Lern- und Gedenkortes nahm Landesrätin Mag.a Christine Haberlander vor. 

Besonders beeindruckend waren Ausschnitte aus dem Theaterstück CHARLOTTE TAITL – EIN PAAR SCHRITTE IN DEN TOD, das unter der Leitung von Dr.in Angelika Hörantner, Mag.a Claudia Kaiser und Mag. Andreas Hofinger erarbeitet, von den Schüler/innen des BRG Ried selbst geschrieben und auf die Bühne gebracht wurde. Mehr als 70 Schüler/innen und 15 Lehrer/innen agierten als Sänger/innen, Schauspieler/innen und Mitarbeiter/innen.

Im Anschluss bestand die Möglichkeit einer freien Besichtigung des Lern- und Gedenkortes, der - ganz in weiß gehalten - viel Raum für eigene Gedanken lässt und neben einigen zeithistorischen Fakten aus dem Bezirk Ried, die Biografien und Leidensgeschichten von 26 Opfern in den Mittelpunkt rückt, die auf umlaufenden Stelen nachzulesen und nachzuhören sind. Erklärtes Ziel des Lern- und Gedenkort ist es, den Opfern ihre Namen zurückzugeben und sie so der Vergessenheit zu entreißen.


Über den Lern- und Gedenkort

Der Lern- und Gedenkort Charlotte-Taitl-Haus ist den Opfern des Nationalsozialismus und Faschismus im Bezirk Ried im Innkreis gewidmet und stellt eine Erweiterung der stadtgeschichtlichen Ausstellung des Museums Innviertler Volkskundehaus dar. Die Grundlage für das von der ARGE Lern- und Gedenkort initiierte Projekt bildete die Pubilkation "Nationalsozialismus im Bezirk Ried im Innkreis. Widerstand und Verfolgung 1938-1945" von Gottfried Gansinger.

Durch Audiodeskription, Oral-History-Interviews, Gebärdensprache, mittels QR-Code abrufbare Leichter-Lesen-Texte werden neue Technologien zur Informationsgewinnung eingesetzt. Der Lern- und Gedenkort ist eine inklusive Ausstellung mit gleichwertigem Informationszugang für alle!

Die Dauerausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Stadtbücherei (Di, Do, Fr 9:00 - 12:00 und 13:00-17:00 Uhr, Sa 9:00-12:00 Uhr) zugänglich.