Wiplinger: Peter-Paul: Haslach (Be-)denken

am 07.12.2023
 von EK
Wiplinger, Peter Paul: Haslach (Be-)denken, edition tarantel. Wien 2023. 220 Seiten.

Bereits im Frühjahr 2023 ist in der edition tarantel das jüngste Buch von Peter Paul Wiplinger erschienen. Der gebürtige Haslacher Schriftsteller, Lyriker und Fotograf setzt sich Zeit seines Lebens mit der Geschichte seines Heimatortes auseinander. Mehr als 50, in zahlreiche Sprachen übersetzte, Bücher publizierte Peter Paul Wiplinger, vieles davon in lyrischer Form. Es ist ihm ein Anliegen, besonders den verschwiegenen, vergessenen oder unbekannten Geschichten Platz zu geben. Ausgehend von der eigenen Familiengeschichte, ist es sein stetes Bemühen, jenen Menschen eine Stimme zu geben, die zur Zeit des Nationalsozialismus unterdrückt und ermordet wurden. So gelang es ihm durch beharrliche Interventionen, Gedenktafeln für Haslacher Euthanasie-Opfer und für den erschossenen Wehrmachts-Deserteur Josef Steffelbauer errichten zu lassen.

In "Haslach (Be-)Denken" beleuchtet er die Kriegsgeschichte seiner Heimat und ruft zu einer angemessenen Erinnerungs- und Gedenkkultur im Zusammenhang mit der Zeit des Nationalsozialismus auf. Der Autor schreibt: "Ziel meiner politischen Arbeit war es, Zugedecktes aufzudecken, Verdrängtes aufzuzeigen, Verschwiegenes zur Sprache zu bringen; und Vergessenes in die Erinnerung zurückzuholen."

Das vorliegende Werk besteht aus einer Sammlung von Texten, lyrischen Werken und Bildern sowie von Briefen, Ansprachen und Reden des Autors und Interviews mit dem Peter Paul Wiplinger. Es bietet einen umfassenden Einblick in die Bemühungen und Interventionen des Autors. Die Publikation beinhaltet außerdem Beiträge von Erich Fried, Gerald Grassl, Corrina Griesbach, Peter Gstettner, Ludmilla Leitner, Dominik Reisinger, Magdalena Pierzchalska und Arletta Szmorhun.

Wiplinger, Peter Paul: Haslach (Be-)Denken, edition tarantel. Wien 2023. 220 Seiten. ISBN-978-3-9504898-7-3

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