Eine Nachlese
Die Galerie von Christine Saari ist Speicher einer interessanten Familiengeschichte mit Objekten aus dem Nachlass ihrer Vorfahren, aber auch Objekten aus der gegenwärtigen Familie. Vor allem die unzähligen Briefe sind biographische Quellen und gleichzeitig Ausgangsmaterial für Christine Saaris künstlerische Objekte. Mit Fotos und weiteren Stücken aus dem Familienbesitz gestaltet und füllt Christine Koffer, Kästchen, Schachteln und Taschen, um die Geschichte(n) von Menschen zu erzählen, die ihr Leben prägten. Der stimmungsvolle Raum lädt zum Innehalten, Entdecken und Erinnern ein. Die individuellen Schicksale von Verwandten und Freunden stehen in Verbindung mit großen Ereignissen der (Zeit)Geschichte und geben allen Besucher:innen Impulse, sich mit der eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen.
Ähnlich inspirierend wirken die Tagebuchaufzeichnungen des Schuhmachers Franz Schimpl aus Kirchham in den 1930er Jahren. In dem Buch "Kleine Welt zwischen zwei Kriegen" (erschienen 2025 im Verlag Ennsthaler) hat der Mitherausgeber Franz X. Wimmer dessen Wanderjahre zum Leben erweckt. Die Reiseberichte erreichen dadurch heute eine Öffentlichkeit, die sich der junge Mann seinerzeit gewünscht hat.
Diese zwei interessanten Beispiele gaben reichlich Stoff für eine angeregte Diskussion der teilnehmenden Forscher:innen. Das große Thema waren Ansätze, wie Familiengeschichte bewahrt und weitergegeben werden kann, und die Motivation, persönliche Geschichten zu erinnern und öffentlich zu machen.
Daran anknüpfend setzte sich Sigi Kristöfl mit Familiengeschichte und Heimatforschung auseinander.
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