Der Berg gehörte im Jahr 1681 unter dem Namen „Brunnlitzer Bergwiesen" der Marktgemeinde und wurde von dieser um den Betrag von acht Gulden als Weidegrund an verschiedene Marktbürger verpachtet. Pfarrer Johann Michael Trostberger (1739 - 1749) ließ zu Ostern 1741 von Bürgern und ledigen Burschen vom Marktplatz auf den Kalvarienberg ein „Leiden Christi Spiel“ mit 56 Gruppen und über 140 Personen aufführen. Seit 1756 gab es bei der Kreuzigungsgruppe einen Opferstock, und 1778 wurde eine nach Süden offene Kapelle gemauert. Ihr ehemaliger Grundriss und auch einige Kreuzwegstationen sind im Franziszeischen Kataster (ca. 1826) schon eingezeichnet. Erst ab 1836 erfolgte unter Pfarrer Josef Knoll ein groß angelegter Bau der Kalvarienbergkirche. Den Plan verfasste der im „Thonerhaus" (Linzerstraße 9) ansässige Maurermeister Josef Priellinger, er übernahm auch die Bauleitung.
Das Satteldach mit geschwungenem Giebel der Kreuzwegstationen ist aus Kupferblech. Der Korbbogen mit ansetzenden Ecken setzt sich als Tonnengewölbe im Inneren der Nische fort. Ein nach innen stufenförmig sich vertiefendes, profilierets Umlaufgesims ziert die Traufenlinie. Sockel und Aufsatz trennt eine vorkragende, doppelt abgerundete Platte.
"Auf die demüthige Bitte des Bischofes Gregor Thomas von Linz in Ob. Österreich haben Sr. Heiligkeit (Papst) Gregor XVl. allen Christgläubigen in der Pfarrkirche zu Windischgersten an der Gränze Steyermarks, wo sich ein mit geziemenden Stationen u. einer heil. Kreuzkirche erbauter Kalvarienberg befindet, liebevoll einen vollkommenen Ablaß ... verliehen, ... Rom, den 29. März 1844."
Am 5. Juli 1981 weihte Weihbischof Dr. Alois Wagner den Kreuzweg auf den Kalvarienberg ein. In den Jahren 1980 und 1981 wurden die elf Stationen von Grund auf renoviert. Vollendet aber wurde die Renovierung erst durch die Bronzereliefs, die Professor Peter Dimmel aus Linz entworfen und angefertigt hat. Gegossen wurden sie in Salzburg.