Kreuzwegstation 01

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Kapellenbildstock
Zustand:
Gut
Ort (Bezirk):
4580 Windischgarsten (Kirchdorf an der Krems)
Adressbeschreibung:
Salzastraße, gleich nach der Abzweigung am Kalvarienbergweg
Adresse (Ortschaft):
Salzastraße
Breiten-, Längengrad:
47.725678218706, 14.324571938515 (Navigation starten)
a) Gesamthöhe (ohne Bekrönung):
320 cm

b) Gesamtbreite:
243 cm

c) Gesamttiefe:
114 cm

r) Nischentiefe:
95 cm
AKfKDF_Bemassung_Kapellenbildstock_Vereinheitlicht.png
Symbol

Kreuz: Radkreuz
Das bombierte Kreuz aus Bronzeguss befindet sich über der Kreuzwegsszene und wird die Funktion eines Weihekreuzes haben.

ist Kreuzwegsstation
Kreuzweg
Windischgarsten Kalvarienberg (12 Stationen)
Der Kreuzweg hat 11 Stationen, Station 12 ist in der Kalvarienbergkirche. Alle Kreuzwegstationen haben einen geschwungenen Giebel und eine gewölbte Nische.
Kreuzwegstation
1. Station: Jesus wird zum Tode verurteilt (Mt 27,11-26)
Der gefesselte Jesus steht vor Pontius Pilatus, dieser wäscht seine Hände in Unschuld, das Volk fordert seine Hinrichtung.
Künstler

Dimmel, Peter Hans, Prof. (*31.8.1928)
Bronzeguss

Mauerwerk
Mauerwerk-Art

Lehmziegel - gebrannt und glasiert (Keramik)

Mauerwerk-Technik

verputzt
Altrosa gefärbelt, der hohe vorspringende Sockel ist grau, Umlauffries, Faschen und Nische sind weiß gestrichen.

Errichtung
1750

Votationsgrund
Bet-/Andachtstätte

Besonders in der Karwoche wurde der Rosenkranz gebetet.

Der Berg gehörte im Jahr 1681 unter dem Namen „Brunnlitzer Bergwiesen" der Marktgemeinde und wurde von dieser um den Betrag von acht Gulden als Weidegrund an verschiedene Marktbürger verpachtet. Pfarrer Johann Michael Trostberger (1739 - 1749) ließ zu Ostern 1741 von Bürgern und ledigen Burschen vom Marktplatz auf den Kalvarienberg ein „Leiden Christi Spiel“ mit 56 Gruppen und über 140 Personen aufführen. Seit 1756 gab es bei der Kreuzigungsgruppe einen Opferstock, und 1778 wurde eine nach Süden offene Kapelle gemauert. Ihr ehemaliger Grundriss und auch einige Kreuzwegstationen sind im Franziszeischen Kataster (ca. 1826) schon eingezeichnet. Erst ab 1836 erfolgte unter Pfarrer Josef Knoll ein groß angelegter Bau der Kalvarienbergkirche. Den Plan verfasste der im „Thonerhaus" (Linzerstraße 9) ansässige Maurermeister Josef Priellinger, er übernahm auch die Bauleitung.

Das Satteldach mit geschwungenem Giebel der Kreuzwegstationen ist aus Kupferblech. Der Korbbogen mit ansetzenden Ecken setzt sich als Tonnengewölbe im Inneren der Nische  fort. Ein nach innen stufenförmig sich vertiefendes, profilierets Umlaufgesims ziert die Traufenlinie. Sockel und Aufsatz trennt eine vorkragende, doppelt abgerundete Platte.

"Auf die demüthige Bitte des Bischofes Gregor Thomas von Linz in Ob. Österreich haben Sr. Heiligkeit (Papst) Gregor XVl. allen Christgläubigen in der Pfarrkirche zu Windischgersten an der Gränze Steyermarks, wo sich ein mit geziemenden Stationen u. einer heil. Kreuzkirche erbauter Kalvarienberg befindet, liebevoll einen vollkommenen Ablaß ... verliehen, ... Rom, den 29. März 1844."
Am 5. Juli 1981 weihte Weihbischof Dr. Alois Wagner den Kreuzweg auf den Kalvarienberg ein. In den Jahren 1980 und 1981 wurden die elf Stationen von Grund auf renoviert. Vollendet aber wurde die Renovierung erst durch die Bronzereliefs, die Professor Peter Dimmel aus Linz entworfen und angefertigt hat. Gegossen wurden sie in Salzburg.

alternative Quelle
WIKU Nr. 390 April 2011
Pfarrchronik von Windischgarsten
Recherchen 2021, Konsulent Jörg Strohmann
Datenbankerfassung
2021-01
Strohmann Jörg
Letzte Überarbeitung
2025-12
Heilingbrunner Brigitte
© Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmalforschung in Oberösterreich