Ulrich-Kapelle

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Laubenkapelle
Zustand:
Sehr gut / Renoviert
Ort (Bezirk):
4400 St. Ulrich bei Steyr (Steyr-Land)
Adressbeschreibung:
Im NW gelegenen Straßenkreuzungseck Ulrichstraße-Sportplatzstraße.
Adresse (Ortschaft):
Ulrichstraße 73
Breiten-, Längengrad:
48.017562944174, 14.448420257568 (Navigation starten)
a) Gesamthöhe (ohne Bekrönung):
330 cm

b) Gesamtbreite:
450 cm

c) Gesamttiefe:
225 cm
AKfKDF Bemassung Kapelle Vereinheitlicht
Inschrift
Inschriftentyp

Einfache Inschrift
errichtet zum 1000 Jahr - Jubiläum des hl. Ulrich 1974

Besondere Funktion
Bittprozessionsstation
Am ersten Bitttag geht von hier die Prozession zur Kimberger-Kapelle.
Kreuz
Kreuzform

Lateinisches Kreuz (mit geraden Enden)
eisernes Kreuz, 140 x 68 cm, in der Mitte ein Ulrichs Kreuz (Tatzen Kreuz) eingelegt, hergestellt von Stephan Michelmayr

Kreuzdarstellung

Kreuz ohne Figur


Fenster
Fensterform

Rechteckige Fenster mit geraden Sturz

Fensterfunktion

Belichtung
je ein Glasziegelfenster moderner Art links und rechts des Kreuzes, unregelmäßig hell und bunt


Tür
Türsturz

Bogenförmiger Sturz
ovaler Bogen

Türblatt

Kein Türblatt - offen
Die Türöffnung weitet sich nach unten.

Mauerwerk
Mauerwerk-Art

Beton
elliptische Grundform, über die lange Achse , an der Fronseite (Eingang) abgeflacht; zuckerhutartiger Torbogen

Mauerwerk-Technik

verputzt
heller Glattputz; zurückspringender, grauer Sockel


Holz
Holz-Art

Fichte
Unterschalung der Laube Fichtenholz, vordere Dachstützen ebenso

Holz-Technik

gezimmert/getischlert
Nut und Feder verlegt

Errichtung
1974

Votationsgrund
Gedenken

Erbaut von der Gemeinde St. Ulrich aus Anlass des 1000 jährigen Gedenkens an den hl. Ulrich, den Namensgeber der Gemeinde. Die Weihe nahm der damalige Domherr von Augsburg, Dr. Max Ziegelbauer, am 29. Juni1974, zu Ehren des hl. Ulrich vor. (Arcniv der Pfarre St. Ulrich)

Das Walmdach ist mit Eternitziegeln gedeckt. Die Untersichtschalung des weit vorgezogenen Daches, das auf zwei Holzsäulen gestützt ist, ist strahlenförmig und schräg abfallend zur Mauer in Nut und Federverlegung gearbeitet.
Zwei bunte Betonglas - Fenster aus der Glasmalwerkstätte Stift Schlierbach flankieren das große Altarkreuz an der Wand.
Der Kapellen Vorplatz  und der Innenraum sind mit Natursteinen in Beton verlegt.
In den Innenraum führt eine ca. 10 cm hohe Stufe. 

Über die neue Ulrichskapelle berichtet die Steyrer Zeitung vom 2. Mai 1974 und vom 27. Juni 1974 folgendes:

"NEUE ULRICHSKAPELLE
Die Gemeinde St. Ulrich bei Steyr baut anläßlich der 1000 Jahrfeier des Todestages des Hl. Ulrich, des Schutzpatrons der Gemeinde, eine Ulrichskapelle. Der Standort dieser neuen Kultstätte wird auf dem halben Weg von St. Ulrich zum Damberg liegen und zur Rast und Besinnung einladen.
In dieser Kapelle wird ein Jahrhunderte altes Ulrichskreuz, das im Salzburgischen ausgegraben wurde und von einem Verehrer des Hl. Ulrich der Gemeinde für so einen Zweck zur Verfügung gestellt wurde, eine Heimstätte finden.
Die Segnung der Kapelle erfolgt im Rahmen der Ulricher Kulturtage, die auch das im Vorjahr aus zwingenden Gründen abgesagte Ulrichsfest einschließen und  vom 24. 06. bis 30. 06. 1974 dauern."

"WEIHE DER NEUEN ULRICHSKAPELLE - Vertreter des Bischofs von Augsburg kommt nach St. Ulrich
Zum 1000-Jahr-Jubiläum des Hl. Ulrich, des Kirchenpatrons der Gemeinde, errichtete die Gemeinde St. Ulrich in Zusammenarbeit mit der OÖ. Landesbaudirektion eine Kapelle.
Sie befindet sich an einer Wegkreuzung auf der Straße zum Damberg und blickt weit ins Ennstal hinein. Die Kapelle ist ein ovaler, gemauerter Bau mit einem vorgezogenen Satteldach und passt sich trotz des modernen Grundrisses an die überlieferte Kapellenform der Gegend an. Ein großes schmiedeisernes Kreuz, zwischen zwei Beton-Glasfenstern aus der bekannten Glasmalerwerkstätte Stift Schlierbach birgt ein altes "Ulrichs-Kreuz". Diese Ulrichs-Kreuze waren einst ein verbreitetes Heils-und Segenszeichen bis in unser Jahrhundert herauf.
Die Weihe der Kapelle erfolgt im Rahmen der "St. Ulricher Kulturtage" am Samstag, dem 29. Juni. Die Weihe wird ein Vertreter des Bischofs von Augsburg, Mons. Domkapitular Max Ziegelbauer, vornehmen. Anwesend wird auch ein Vertreter der Stadt Augsburg, des ehemaligen Bischofssitzes des Hl. Ulrich, sein."

Literaturquelle
alternative Quelle
Steyrer Zeitung 2. Mai 1974, Seite 5 rechts und vom 27. Juni1974, Seite 2
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